Zwei Meister-Siege zum Schluss

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Nach langwieriger und mühevoller Entwicklungsarbeit gelang es Stefan Nebel (Wilbers-BMW-Racing) zum Abschluss doch noch, den lange gehegten Plan von einem Podiumsplatz mit der BMW HP4 in die Tat umzusetzen. Aus der ersten Startreihe heraus raste er im ersten Rennen sofort an die Spitze und dominierte in der ersten Hälfte des Rennens. Bis Markus Reiterberger (VanZon Remeha BMW) kam. Dem Superbike-Champion 2013 hatte der Velberter auf Dauer nichts entgegen zu setzen, auch wenn er die ersten Angriffe erfolgreich abwehren konnte. Reiterberger hatte Michi Ranseder (Honda Holzhauer Racing Promotion) im Schlepptau. Der Österreicher war durch seine Pole Position sichtlich beflügelt und verdrängte Nebel noch auf den dritten Rang, der jedoch froh war, überhaupt einen Podestplatz in dieser Saison erreicht zu haben. Damit war das Teamziel endlich erreicht.

Freddy Foray holte als Vierter Punkte für das Honda Holzhauer Racing Team. Mark Aitchison, Vertreter des am Karpaltunnel operierten Matej Smrz (Yamaha Motor Deutschland by Monster Energy), wurde mit lediglich vier Zehntelsekunden hinter dem Australier Fünfter.

Den zweiten Lauf führte zuerst Michi Ranseder an. Reiterberger löste ihn in Runde sieben ab. Auch Mark Aitchison und sein Yamaha-Teamkollege Gareth Jones stürmten am Österreicher vorbei, der sich trotzdem den Vizetitel sichern konnte. Denn er holte immer noch so viele Punkte, dass er den in Malaysia bei der MotoGP weilenden Damian Cudlin in der Fahrer-Gesamtwertung der Superbikes übertrumpfte.

Mit großem Equipment, aber weitgehend abgeschirmt, war auch wieder das 3C-Racing-Team am Start. Diesmal brachte es mit Ivan Goi und Matteo Baiocco gleich zwei Fahrer auf der Panigale an den Start, die direkt aus dem Ducati-Stall stammen. Baiacco ist Testfahrer der italienischen Marke, Goi Vierter der italienischen Superbike-Meisterschaft. Ausbeute: in beiden Rennen gab es Top-Ten-Platzierungen.

Markus Reiterberger (1./1.): „Im ersten Rennen habe ich den Start verhauen, aber das war gar nicht so verkehrt. So musste ich richtig kämpfen, um ganz nach vorne zu kommen. Stefan Nebel hatte ich einiges zugetraut und er war auf der Bremse auch richtig gut. Es war gar nicht so einfach, an ihm vorbeizukommen. Im zweiten Lauf war Michi Ranseder brutal schnell und es hat auch eine Weile gedauert, bis ich ihn abschütteln konnte.“

Mark Aitchison (5./2.): „In der Superbike-WM bin ich viel mit Kawasaki gefahren, deshalb war es anfangs ziemlich schwer für mich, in der SUPERBIKE*IDM auf Anhieb die Yamaha verstehen zu müssen. Der viele Regen an den Trainingstagen hier auf dem Lausitzring hat die Lage verschärft. Aber heute im Trockenen hat alles funktioniert.“

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