Werner Daemen: «SUPERBIKE*IDM ist Luxus»

Für Werner Daemen hat die Saison 2016 schon längst begonnen. Mit seinem Schützling Markus Reiterberger hat der 44-jährige Belgier bereits die Superbike-WM-Läufe in Australien und Thailand hinter sich gebracht. Drei Jahre lang wurde Reiterberger im Team Van Zon-Remeha-BMW unter der Regie von Teamchef Werner Daemen betreut, holte dabei zwei SUPERBIKE*IDM-Meistertitel und wurde so auf die Aufgaben in der Weltmeisterschaft vorbereitet.

Doch Daemen bleibt mit seinem Team auch der SUPERBIKE*IDM treu und hat somit ganz lässig 21 Rennwochenenden abzuarbeiten. Eventuelle Besuche bei der Langstrecken-WM noch nicht mitgerechnet. In der Superbike-Kategorie schickt das BMW-Team den Franzosen Mathieu Gines ins Rennen um die Titelkrone. International geht es auch in der Superstock-Abteilung zu. Dort sind der Deutsche Jan Bühn, IDM Supersport 600-Meister 2016, der Österreicher Marco Nekvasil und der Niederländer Pepijn Bijsterbosch unterwegs. Fünf Tage lang hatte sich das neu zusammengestellte Team bei den Testfahrten von Reifenausrüster Pirelli Mitte März intensiv kennengelernt.

Daemen war nicht immer nur Teamchef, der Belgier war selber erfolgreich auf der Strecke unterwegs und kann sich daher auch besonders gut in seine heutigen Schützlinge hineinfühlen. Im Jahr 1999 war Daemen in die Supersport-Weltmeisterschaft eingestiegen, hatte sich im Jahr 2004 zusätzlich den Titel in der IDM Supersport geschnappt und war 2009 ganz in die SUPERBIKE*IDM eingestiegen, bevor er 2012 die Seiten wechselte und seit dem als Teamchef unterwegs. Zwischendurch bekamen er und sein Frau Wendy noch vier Kinder. Alles Gründe, warum ihn auch als Teamchef nichts erschüttern kann. Auch wenn ihm die Nervosität, wenn seine Jungs am Rennsonntag auf die Strecke gehen, egal ob in der SUPERBIKE*IDM oder der Weltmeisterschaft, bis heute deutlich anzumerken ist.

Werner Daemen sieht sein Team und seine Fahrer gut gerüstet für den Start in die neue SUPERBIKE*IDM-Saison. Von einem Einsatz seiner Superstock-Jungs beim FIM Superstock 1000 Cup im niederländischen Assen sieht Daemen inzwischen ab. Wenn Mitte April die Superbike-WM in Assen gastiert, startet im Rahmenprogramm auch der Superstock-1000 Cup. Für die Fahrer wäre es sicherlich ein Auftritt vor toller Kulisse, doch allzu viel zum Fahren käme das BMW-Trio nicht.

«Es gibt für den Cup einen recht knappen Zeitplan», begründet Daemen seine Meinung. «Es gibt zwar zwei freie Trainings, aber am Samstag nur ein 30-minütiges Quali, dann noch zehn Minuten Warm-up am Sonntag und ein Rennen. Dagegen ist die SUPERBIKE*IDM was die Fahrzeit anbelangt echter Luxus. Dort haben wir freitags drei freie Trainings. Am Samstag zwei Mal 45 Minuten Zeittraining, die Superpole, das Warm-up und danach zwei Rennen.»

Bevor es für Gines und Co am 1. Mai-Wochenende das erste Mal auf Punktejagd geht, wird auch das Team Van Zon-Remeha-BMW noch bei den offiziellen Testfahrten auf dem Lausitzring dabei sein. «Wir werden dort vor dem ersten Rennen noch drei Tage konzentriert arbeiten», erklärt er. «Die Jungs sind schon jetzt auf einem hohen Niveau unterwegs. Vorher noch einen weiteren Test in Spanien zu absolvieren würde nichts bringen. Denn die Bedingungen und der Grip sind auf den Strecken dort doch anders und man kann die Erkenntnisse nicht eins zu eins übertragen. Deswegen erledigen wir das beim Test in der Lausitz. Danach sind wir gut vorbereitet.»

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