Wahr will acht auf einen Streich

260 Wahr Strecke groß

„Sicher ist überhaupt nichts, es kann noch so viel passieren. Aber ich konzentriere mich darauf, auch die letzten beiden Läufe in dieser Saison zu gewinnen“, sagt Kevin Wahr. Es ist kein Geheimnis, dass der Yamaha YZF-R6-Fahrer mit dem Aufstieg in die Weltmeisterschaft spekuliert.

Seit 2007 ist Wahr in der 600er-Klasse unterwegs, mit Ausnahme eines Seitensprungs in die IDM Superbike 2011. Doch nach einem Jahr kehrte er zu den Supersportlern zurück. Dort fuhr er fast alle vertretenen Motorradmarken: Yamaha, Suzuki, Triumph, Honda. Und mit der Zeit mauserte er sich vom unscheinbaren Hinterbänkler zum Ernst zu nehmenden Spitzenkandidaten. Spätestens 2012 hatte er der Konkurrenz als Gesamt-Vierter die entsprechende Ansage gemacht.

In der diesjährigen Saison gehen bisher sieben Siege auf sein Konto: der erste zum Saisonbeginn auf dem Lausitzring, die anderen sechs ohne Unterbrechung, seitdem die SUPERBIKE*IDM im August auf dem Schleizer Dreieck gastierte. Zudem ist Wahr der einzig verbliebene Supersportler, der 2013 nicht eine einzige Nullrunde kassierte. Würde er beim Finale in der Lausitz im ersten Lauf der 600er-Klasse erneut aufs Podium fahren, wäre die Meisterschaft schon vorzeitig entschieden.

Aber auch wenn der gelernte Bankkaufmann den Titel in der Supersport 600 fast schon in der Tasche hat: Für Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance) existiert zumindest immer noch eine theoretische Chance, ihm den Triumph streitig zu machen. Allerdings muss der Schweizer auch mit Angriffen auf seine eigene, derzeit zweite Position rechnen. Der Österreicher Stefan Kerschbaumer (Team Langenscheidt by Fast Bike Service) ist nämlich ebenso scharf darauf, am Saisonende als Vize dazustehen. Er lauert mit der Yamaha 34 Punkte hinter Stamm.

Kevin Wahr: „Ich bin immer sicher unterwegs gewesen und nie über dem Limit gefahren. Ich befürchte, wenn ich nur mit halber Energie unterwegs wäre, würden sich Fehler einschleichen. Deshalb werde ich das Tempo auch beim Finale nicht rausnehmen. Harakiri-Aktionen werde ich aber vermeiden, um unbedingt als Erster ins Ziel zu kommen. Aber acht Rennen in Folge zu gewinnen, wäre schon meine Wunschbilanz. Trainiert habe ich in der Pause zwischen den Rennen in Hockenheim nicht mehr. Es gab keinen triftigen Grund. Außerdem mussten wir den Motor wieder zusammenbauen, den die Technische Kontrolle des DMSB in Hockenheim zerlegt und uns ohne Beanstandung zurückgegeben hat.“

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