TT Circuit Assen mit Danny de Boer

Beim SUPERBIKE*IDM-Ausflug ins belgische Zolder setzte sich Superstock 1000-Pilot Danny de Boer aus den Niederlanden Anfang Juli erstmals an die Spitze der Gesamtführung und hat sie bis heute nicht wieder abgegeben. Zwei von bisher insgesamt fünf Siegen fuhr er in Zolder ein. Neben den fünf Siegen landete der Niederländer auch vier Mal auf dem zweiten Rang. Neun Rennen lieferte de Boer damit ab und war dabei nie schlechter als Platz 1 oder 2.

Mit dem Team SWPN/Stichting Zorgeloose Kind hatte er sich 2016 für die Superstock 1000 eingeschrieben und verlängerte damit seinen Vertrag aus dem Jahr 2015. «Nach drei Niederländischen Superbike-Meistertiteln», erklärt de Boer gegenüber Racesport.nl, «war ich jetzt zwei Jahre in der SUPERBIKE*IDM unterwegs, wo das Niveau doch ein Stück höher ist mit den ganzen Fahrern aus Frankreich, Italien und sogar aus Australien. Ich habe viel dabei gelernt. Die R1 ist ein fantastisches Motorrad und in der Saison 2016 will ich mich dran machen, die Meisterschaft zu gewinnen. Inzwischen bin ich 26 Jahre alt und ich will noch das Beste aus meiner Karriere machen.»

29 Punkte mehr als Dauerkonkurrent Luca Grünwald, ebenfalls auf einer Yamaha unterwegs, bringt de Boer mit zu seinem Heimrennen nach Assen. Weniger Gedanken muss sich der Leader um den Drittplatzierten Jan Bühn machen, denn der BMW-Pilot ist bereits 98 Punkte zurück. Doch Grünwald wird dran bleiben und den Fans in Assen gemeinsam mit Danny de Boer vom 12. bis 14. August 2016 sicherlich eine rasante Show zeigen.
Vorher erklärt Danny de Boer noch, was es mit Assen auf sich hat:

Wie lässt sich das Gefühl beschreiben, auf der Strecke in Assen unterwegs zu sein?
Ich bin wirklich glücklich darüber, dass Assen im Kalender der SUPERBIKE*IDM ist. Ich sehe es trotzdem als ein Rennen von vielen. Ich muss meinen Job genauso machen wie bei den anderen auch.

Die härteste Ecke in Assen?
Mit Sicherheit die Strubben.

Deine beste Erinnerung an Assen?
Mein erster Superbike-Titel in der Niederländischen Meisterschaft. Ich habe dabei Arie Vos besiegt. Im letzten Rennen, in der letzten Ecke der letzten Runden. Genau so habe ich den Titel geholt.

Deine persönliche schlechteste Erinnerung an deine Heimstrecke?
Das Rennen beim FIM Superstock 1000 Cup 2016. Es war schlimm, aber auch gut. Ich habe um einen Platz auf dem Podium gekämpft. Dann blieb mein Motorrad stehen.

Die beste Stelle?
Für mich eindeutig der erste Streckenteil bis zur Strubben.

Ist die Strecke mit einer anderen Strecke vergleichbar?
Ich denke nicht, Assen ist einfach ganz was Besonderes.

Was ist in Assen wichtiger: Power oder Set-Up?
Beides.

Und Assen mit der Yamaha R1M?
Perfekt. Das Handling der Yamaha ist gut. Aber auch die Power. In den letzten beiden Jahren bin ich drei Mal mit der Yamaha in Assen gefahren und es lief echt gut.

Die Motorsport-Fans in Assen?
Ich freue mich auf sie. Das wird mir noch mal eine Extra-Portion Motivation gehen. Hoffentlich ist das Wetter schön, und wir können ihnen ein paar gute Rennen zeigen.

Related posts