Thommy Hainthaler: IDM Superstock ist super

Mit den ganz großen Jungs kann Thomas „Thommy“ Hainthaler in der SUPERBIKE*IDM Klasse Superstock 1000 zwar noch nicht mitfahren, doch der IDM-Neueinsteiger mit seiner privaten BMW S 1000 RR schlägt sich in seiner Premieren-Saison wacker. Einen festen Mechaniker hat Hainthaler nicht. Er erledigt einen Großteil der Arbeiten am Motorrad selbst, gerne auch mal in der Lederkombi. Das Können dazu hat der Bayer, denn er arbeitet als Zweiradmechaniker in der Entwicklungsabteilung von BMW Motorrad in München.

Hainthaler hatte sich 2013 den Vizetitel im ACCR-Road-Racing-Cup der Tschechischen Föderation geholt und war bei IDM-Läufen in Oschersleben und beim Finale in Hockenheim angetreten. Das hatte ihn überzeugt, sich für die Saison 2014 komplett einzuschreiben.

Selbst ist der Mann

Uns erzählt der 24-Jährige, wie es ihm bisher in der Superstock 1000-Klasse ergangen ist.

«Es gefällt mir super gut», meint er. «Das war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.» Bevor Hainthaler mit seiner Mini-Truppe zum Lauf nach Schleiz gereist war, hatte er sich bei einem Training im tschechischen Brünn angemeldet. «Dort habe ich mich im Vergleich zum Vorjahr um ganze drei Sekunden verbessert», freut er sich. «Das lag jetzt nicht nur an meinem Umstieg von der Suzuki auf die BMW. Man lernt eben einfache mehr, wenn man in der SUPERBIKE*IDM mit den schnellen Jungs mitfährt.»

Die Laune verging dem Bayer in dieser Saison auch nicht, wenn es mal holprig lief. «In Oschersleben hatte ich vier Runden vor Schluss einen Getriebeschaden», berichtet er. «Beim Lauf auf dem Nürburgring war im ersten Training der Ventildeckel undicht. Im ersten Qualifying ging der Stecker von der Lichtmaschine ab.»

Im Warm-up gönnte sich Hainthaler am Nürburgring zur Entspannung noch einen Sturz und schraubte bis wenige Minuten vor der Einführungsrunde noch feste am Motorrad. Den Druck der Regenreifen hatte in der Hektik keiner mehr geprüft.

«1,9 bar waren drin und 2,3 hätten es sein müssen», schildert er. «Da durch den geringen Druck das Profil zusammengedrückt wird, bin ich nur noch gerutscht. Der höhere Luftdruck hält bei viel Wasser das Profil offen. Aber es hilft nichts. So ist das, wenn man alles selber macht.»

Doch trotz dem einen oder anderen Patzer ist Hainthaler wild entschlossen, im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Inzwischen schaut er sich nach einem Platz in einem renommierten Team um, um sich 2015 mehr aufs Fahren als aufs Schrauben zu konzentrieren.

 

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