Kjel Karthin: «SuperNaked ist eine Klasse für Jedermann»

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Seit der Saison 2015 ist die Klasse SuperNaked fester Bestandteil der SUPERBIKE*IDM und wird auch in der näher rückenden Saison 2016 mit von der Partie sein. Wenn am 1. Mai das erste Mal die Ampel für die Teilnehmer ausgeht, steht mit Kjel Karthin auch der Gesamtsieger aus dem Premierenjahr wieder mit in der Startaufstellung. Der Duisburger hat sich erneut für die SuperNaked-Kategorie eingeschrieben und hofft bei seinem Weg zum erneuten Sieg auf mehr Gegenwehr. Für die Fans der SUPERBIKE*IDM erklärt der Suzuki-Pilot, warum man ein Auge auf seine Klasse und seine Mitstreiter haben sollte.

Kjel, für welche Fahrer ist die Klasse SuperNaked in der SUPERBIKE*IDM geeignet?
Eigentlich für jedermann. Für Neueinsteiger genauso wie für gestandene Fahrer. Senioren kann man die Fahrer nicht nennen, eher ehemalige Champions. Denn zu Fahrern wie Michael Galinski oder Ralf Waldmann kann man schlecht Senioren sagen, so wie die noch Gas geben. Die Klasse SuperNaked kann man auch als eine Zwischenstufe sehen zwischen Hobby und professionellem Rennsport. Man kann so eine Brücke schlagen zu Klassen wie der Superstock 600 oder Superstock 1000. Für blutige Motorsport-Anfänger ist es nichts. Dafür hat die Klasse zuviel Niveau und man würde sich sehr schwer tun.

Kann sich auch jeder diese Klasse vom finanziellen Aufwand her leisten?
Für den einen ist das so, für den anderen so. Aber die SuperNaked-Klasse ist auf jeden Fall bezahlbarer als zum Beispiel die Superstock-Kategorien. Alleine bei der Anschaffung des Fahrzeugs ist es bei uns günstiger. Einen Großteil der beteiligten Fabrikate gibt es ja schon gebraucht oder mit einem älteren Baujahr. So kann man den Aufwand überschaubar halten. Wir im Team machen das mit drei Mann, Fahrer inklusive. Wenn man es komplett auf Sparflamme betreiben will, reicht auch ein Fahrer plus Helfer.

Wie schaut es bei den Leistungsunterschieden der verschiedenen Hersteller aus?
Das ist wie alles relativ. Die Suzuki, mit der ich antrete ist das schwächste Glied in der Kette. Der Unterschied ist nicht riesengroß, aber vorhanden. Solche Unterschiede kann man auch nicht wegdiskutieren. Ein Vorschlag für die Zukunft wäre vielleicht, eine maximale PS-Grenze einzuführen.

Ihr startet gemeinsam mit den Fahrern der Superstock 600. Wie muss man sich das vorstellen?
Natürlich wäre es schöner, wenn wir für jede der beiden Klassen genügend Teilnehmer hätten, um  zwei einzelne Rennen auszutragen. Das würde die ganze Serie weiter nach vorne bringen. Auch für Fahrer und Fans wäre das toll. Denn je nach Kurs werden wir aus der SuperNaked-Kategorie überrundet. Auf einer Strecke wie Zolder früher, in Hockenheim etwas später. Würden beide Klasse separat antreten, könnte man sich auf das Wesentliche konzentrieren und Laufsiege lassen sich besser vermarkten. Aber wie kriegt man beide Klassen so voll? Wir pushen die Klasse wo es nur geht.

Du trittst 2016 nochmal in der SuperNaked-Klasse an. Wo willst du dich noch verbessern?
Ich hoffe, dass mehr Konkurrenz unterwegs ist und ich auf der Strecke mehr zu tun bekomme. Die Klasse an sich bekommt sehr viel Zuspruch. Das merken wir bei unseren Messeaktivitäten mit unserer Firma, wie jetzt zuletzt in Dortmund. Die Fans sind begeistert, wenn sie ihr Motorrad auf der Strecke sehen und wenn sie mitbekommen, was man aus so einem Motorrad alles machen kann.

Das Nenngeld wurde für die kommende Saison reduziert. Wo investierst du das Gesparte?
Ich denke, in schwarzes Gold, also in Reifen. Dann kann man vielleicht mal hier und da einen Satz mehr verwenden. Vor allem wenn eine Entscheidung auf Messers Schneide steht, kann man einen neuen Satz Reifen einsetzen, anstatt welche, die schon ein Training gelaufen sind.

Hast du noch einen abschließenden Tipp für Neueinsteiger?
Man sollte die Klasse auf keinen Fall unterschätzen, was gerne mal passiert. Auch die Jungs im gehobenen Alter sind richtig flott. Die SuperNaked ist als reine Hobbygeschichte nicht geeignet und eine gewisse Ernsthaftigkeit muss dabei sein. Wenn 2016 hoffentlich mehr Fahrer dabei sind, wird sich das herauskristallisieren.

 

 

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