SUPERBIKE*IDM: Motorrad-Highlight des Jahres auf dem Nürburgring

Elf Rennen, Pitwalk, Renntaxifahrten – wenn die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft vom 12. bis 14. Juni am Nürburgring gastiert, wird den Zuschauern sowohl auf als auch neben der Strecke ein vielseitiges Programm geboten. Das Renngeschehen am Sonntag kann per Livestream im Internet verfolgt werden.

Es ist das Motorrad-Highlight des Jahres auf dem Nürburgring: Der Veranstalter MotorEvents HMP bringt die SUPERBIKE*IDM erneut auf die Grand-Prix-Strecke. Bei Deutschlands hochkarätigster Meisterschaft im Motorrad-Straßenrennsport kämpfen die Piloten in elf Rennen um Punkte in den Klassen Superbike, Superstock 1000, Supersport 600, SuperNaked, Moto3 Standard, Moto3 GP und Sidecar. Die Holländische Motorradmeisterschaft ist mit einer eigenen Wertung in den Klassen Superbike, Supersport 600 und Sidecar dabei. Zudem stehen auf dem Nürburgring die Fahrer der Supportklassen Yamaha R6-Dunlop-Cup, ADAC Junior Cup powered by KTM, Suzuki GSX-R 750 Challenge und Suzuki Gladius Trophy am Start.

Die Fahrer beim Pitwalk und auf den Partys persönlich treffen
Der Motorradrennsport der SUPERBIKE*IDM findet nicht nur für den Zuschauer, sondern mit ihm statt. Der Zutritt zum Fahrerlager ist in allen Tickets enthalten. Dort bietet sich die Gelegenheit, mit den Fahrern und Teams in Kontakt zu kommen und den Technikern beim Arbeiten über die Schulter zu schauen. Ein Selfie mit dem Sieger oder ein Autogramm vom Lieblingsfahrer können die Fans auch beim beliebten Pitwalk am Sonntagmittag ergattern. Für den Motorsportnachwuchs steht ein Minibike- und Quad-Parcours mit Betreuung bereit. Am Samstagabend findet auf dem Campingplatz die traditionelle Pole-Setter-Party mit Fahrerpräsentation statt. Die Stars der Motorradszene hautnah erleben können Fans zudem bei der bigFM Motordome Party im Eifel Stadl am Nürburgring.

Mitmachaktion: Auf dem Rücksitz der Stars um den Kurs
Der vielfältige Streckenverlauf macht den Nürburgring zu einer Herausforderung für die Rennfahrer und sorgt gleichzeitig für Spannung beim Zuschauen. Auf einer Länge von 3,6 Kilometern müssen die Piloten elf Kurven und 55 Meter Höhenunterschied bewältigen. Das Feeling auf der Strecke können die Zuschauer bei der SUPERBIKE*IDM auch persönlich erleben. Bei einer Renntaxifahrt im Sidecar oder auf dem Superbike-Doppelsitzer nehmen Fans als Co-Pilot neben oder hinter den Stars und Akteuren der SUPERBIKE*IDM Platz. Bewerbungen sind noch bis einschließlich 10. Juni unter www.superbike-idm.de/renntaxi möglich. Die Teilnahme ist kostenlos, es entscheidet das Los.

Die SUPERBIKE*IDM 2015 im Livestream
Motorsportbegeisterte können auch von zu Hause aus „live“ bei der SUPERBIKE*IDM auf dem Nürburgring dabei sein: Unter www.superbike-idm.de/live wird das Renngeschehen am Sonntag als Livestream im Internet übertragen. Die ehemalige MotoGP-Fahrerin und Moderatorin Katja Poensgen berichtet aus der Boxengasse und schaut in den Pausen auf die Renn-Highlights zurück. Der Livestream ist auch über die SUPERBIKE*IDM App unter www.superbike-idm.de/app abrufbar.

 

Superbike: Favorit Markus Reiterberger mit Handicap
145 Punkte hat BMW-Pilot Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW) mittlerweile in der Meisterschaft gesammelt. Mit einem Vorsprung von 44 Zählern auf Max Neukirchner (Team Yamaha MGM), der in der Lausitz den ersten Sieg für Yamaha in Deutschland einfuhr, startet er in das vierte Rennwochenende der Saison auf dem Nürburgring. Aufgrund seiner Erfolge muss Reiterberger wie schon in der Lausitz erneut mit vier Kilo Handicap antreten – Balance of Performance, ein Reglement der Serie, um die Chancengleichheit zu erhöhen. „Das Gewicht macht sich doch stärker bemerkbar als erwartet. Aber ich hoffe, dass es noch mehr wird“, sagt Reiterberger, der nach der Veranstaltung am Nürburgring unter Umständen zwei weitere Kilo Handicap aufladen muss, falls er wieder vorneweg fährt. Im vergangenen Jahr waren für Reiterberger auf der legendären Grand-Prix-Strecke allerdings nur ein zweiter und ein vierter Platz drin. Die Siege holten sich bei Regenwetter Max Neukirchner (damals auf Ducati für das 3C-Racing Team) und Damian Cudlin (damals auf Kawasaki für das Weber-Diener Racing Team). Der Australier freut sich bereits auf das Rennen und möchte den Sieg nun mit Team Yamaha MGM wiederholen. Leicht wird das freilich nicht. „Das Niveau ist in diesem Jahr sehr hoch und nur auf dem Podium zu landen ist schon ein großartiges Ergebnis. Aber ich war im vergangenen Jahr auf dem Nürburgring erfolgreich, also wer weiß“, sagt Cudlin. Auch sein Teamkollege Max Neukirchner reist nach seinem ersten Saisonsieg mit einem guten Gefühl an den Nürburgring. „Ich komme super mit dem Nürburgring zurecht. Er gehört zu meinen Lieblingsstrecken und ich freue mich schon riesig, dort mit der neuen Yamaha zu fahren. Es gilt, Markus Reiterberger zu schlagen und ich finde, wir sind absolut in Schlagdistanz“, sagt Neukirchner. Als Gaststarter ist Oliver Skach mit von der Partie, der im vergangenen Jahr mit seinem Team von HPC-Power Suzuki Racing den Deutschen Langstrecken Cup gewann.

Superstock 1000: Mathieu Gines auf Titelkurs
Nach den Superstock 1000-Rennen ertönte auf dem Lausitzring jeweils die Nationalhymne Frankreichs: Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) holte sich vor der DTM-Kulisse mit 60.000 Zuschauern auf Yamaha beide Siege der Klasse. Der Endurance-Champion ist mit vier ersten und zwei zweiten Plätzen sowie 140 Punkten auf Titelkurs. Dennoch ist ihm Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex) mit 110 Zählern auf den Fersen. Der Schweizer fährt wie Gines eine sensationelle Saison. Durch seine konstanten Leistungen mit einem Sieg, zwei zweiten, zwei dritten und einem vierten Platz hat sich Stamm an Rang zwei des starken Superstock 1000-Feldes gesetzt. Mit 76 Punkten liegt Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team) derzeit auf Platz drei der Meisterschaftswertung. Der Yamaha-Pilot musste zuletzt in der Lausitz aufgrund seines Schulabschlusses auf beide Trainingsläufe verzichten und sich mit dem 18. Startplatz zufriedengeben. Dennoch holte sich das Nachwuchstalent den dritten Platz im ersten Durchgang. Im zweiten Lauf fuhr er nach einem Sturz mit abgebrochener Fußraste auf Rang 14.

Stange und von Gunten mischen Klasse Supersport 600 auf
Nach den ersten zwei Stopps der SUPERBIKE*IDM schienen die Favoriten der Klasse Supersport 600 festzustehen: Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer) und Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) machten die ersten Plätze unter sich aus. Doch das Blatt drehte sich in der Lausitz. Im ersten Rennen stand Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) ganz oben. „Ich wusste, dass ich von Gunten überholen kann. Da dachte ich: Mach‘s wie Rossi. Ich habe das Gas zugedreht, ihn mir angeguckt und bin an einer sicheren Stelle vorbeigegangen. Dann habe ich die Tribünen gesehen und nochmal richtig gepusht“, sagt Stange. Im zweiten Rennen ließ sich Pole-Setter Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Motorex) den Sieg aber nicht nehmen – auch nicht von Teamkollege Jasha Huber, der von Gunten fast das gesamte Rennen über am Heck klebte. „Das Feeling hat gepasst und so war nach der ersten Pole-Position auch mein erster Sieg in der Klasse Supersport 600 drin“, sagte von Gunten. Der Stand im Gesamtranking: Lauslehto 115 Punkte, Bühn 99 Punkte, Stange 97 Punkte, von Gunten 96 Punkte.

Kjel Karthin – Dauersieger der Klasse SuperNaked
Mit Ausnahme des ersten Rennens der Saison ist Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) der Dauersieger in der Klasse SuperNaked. Sein größter Konkurrent ist Michael Galinski (Team Yamaha MGM). Der konnte Karthin beim Saisonauftakt auf dem Lausitzring in der letzten Runde den Sieg abnehmen. „Ich habe Kjel überlistet. Er dachte bestimmt, ich wär einer, der ihn überrunden will. Das ist die Altersweisheit“, sagte Galinski damals. Immer weiter an die Rundenzeiten von Karthin rückt auch Yamaha-Pilot Udo Reichmann (Völpker NRT 48) heran. Am vergangenen Rennwochenende konnte Reichmann im ersten Training die Bestzeit holen. In der Meisterschaft führt Karthin mit 145 Punkten vor Reichmann (96) und Yamaha-Pilot Frank Behrje (65).

Moto3-Piloten gehen auf dem Nürburgring ihr zweites Rennen an
Mit Jonas Geitner, Tim Georgi und Matthias Meggle schickt das Freudenberg Racing Team aus Bischofswerda drei starke Nachwuchstalente in die Rennen der Moto3-Klasse. Beim Saisonauftakt fuhr Jonas Geitner auf der GP-Maschine KTM RC250R vorne weg. Mit den Moto3 GP-Fahrern konnte Tim Georgi im selben Starterfeld auch auf der Standard-Maschine mithalten. Er brachte das Rennen als Gesamtzweiter zu Ende und kassierte volle Punktzahl für die Standardwertung. Auf den dritten Gesamtplatz und auf den zweiten Platz in der Standardklasse fuhr Georgis Teamkollege Matthias Meggle auf der gleichen Maschine. Philipp Freitag (Team F. Koch Rennsport + Hannes Allwardt) wurde Dritter. Für das Rennen auf dem Nürburgring hat Georgi ein klares Ziel: „Ich will mich nächstes Mal gleich beim Start an Jonas dranhängen und dort bleiben.“

Local Hero Jens Lehnertz will Sieg in der Klasse Sidecar
Mit der SUPERBIKE*IDM auf dem Nürburgring steht für den Eifeler Jens Lehnertz ein Heimrennen an. Er geht im Beiwagen von André Kretzer in das Rennen. Das Team startet für den MSC Freier Grund e.V. im ADAC. Ihre Klasse zeigten Kretzer/Lehnertz bereits durch den Titelgewinn 2013. Nachdem sie sich in der vergangenen Saison knapp geschlagen geben mussten, wollen sie nun wieder ganz oben stehen. „Im letzten Jahr hatten wir jedes Wochenende Probleme, irgendwas hat immer nicht gepasst. In dieser Saison war schon die Vorbereitung professioneller. Jetzt wollen wir den Meistertitel zurück“, sagt Lehnertz. Doch gleich im ersten Rennen auf dem Lausitzring machte den jungen Seitenwagenfahrern ein elektronischer Defekt einen Strich durch die Rechnung. Den Sieg holten sich Kretzer/Lehnertz dann aber in einem spektakulären Rennen im belgischen Zolder. „An unser Heimrennen auf dem Nürburgring werden wir richtig motiviert rangehen. Wir kommen mit der Strecke gut zurecht, es gibt viel Platz und viele Möglichkeiten zum Überholen“, sagt Lehnertz. Konkurrenz bekommt das Team von Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizei Sport Verein Wels Gürck Racing), mit denen sie sich bereits in Zolder einen heißen Kampf geliefert hatten. Der Gesamtstand in der Meisterschaft: Gürck/Wechselberger (45 Punkte), Sattler/Neubert (32 Punkte), Roscher/Burkard (30 Punkte), Kretzer/Lehnertz (25 Punkte).

SUPERBIKE*IDM
Nürburgring (D)
12. bis 14. Juni 2015

Kontakt
Judith Beck
Mobil     +49 173 5902618
E-Mail    judith.beck@superbike-idm.de

 

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