Superbike-Siege für Titelfavorit Cudlin und Rookie Reiterberger

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Im verregneten Lauf eins kam der Niederländer Kevin Valk (BMW) als Führender aus der ersten Rennrunde zurück, gefolgt von Matej Smrz (Yamaha), Gareth Jones (Yamaha), Damian Cudlin (BMW), Markus Reiterberger (BMW) sowie den HRP Honda-Teamkollegen Michael Ranseder und Freddy Foray. Der Trainings-Schnellste Valk und Smrz kehrten aus der vierten Runde nicht zurück. Beide waren gestürzt. Nun führte Jones das Feld an, doch es dauerte lediglich zwei weitere Runden, ehe sich Cudlin an die Spitze gesetzt hatte. Aber auch er hatte nur kurz das Vergnügen, denn Titelverteidiger Erwan Nigon (BMW) hatte sich nach vorn gearbeitet und lechzte nach dem mageren Saisonauftakt nach dem ersten Sieg. Jones und Cudlin versuchten das zu verhindern und es entspann sich ein Dreikampf. In der 13. Rennrunde stürzte Nigon in Führung liegend aus dem Geschehen. Cudlin erbte die Position des Titelverteidigers mit Jones im Schlepptau. Ranseder, der mit fünfeinhalb Sekunden Rückstand die zweite Gruppe anführte, wurde Dritter. Das Rennen wurde nach 13 Runden vorzeitig beendet. Nigon hatte den Versuch unternommen, aus dem Kiesbett auf die Strecke zurückzukehren, um noch Punkte zu retten, doch mitten auf der Piste blockierte das Hinterrad seiner S 1000 RR. Weil der Franzose inmitten der Gefahrenzone stehenblieb, musste der Lauf abgebrochen werden.

Das zweite Rennen wurde auf Grund einsetzenden Regens zum Wet-Race erklärt. Das heißt: Es wird aus Wettergründen nicht unterbrochen, auch wenn es umschlägt. Jeder Fahrer muss mit seiner Reifenwahl die komplette Distanz zurücklegen. Den Start gewann Markus Reiterberger, Nachwuchskandidat im Team Van Zon Remeha BMW. Er gab die Position bis zum Schluss nicht ab. Dem bayrischen Rookie gelang ein eindrucksvoller Start-Ziel-Sieg, nachdem er sich mit Gareth Jones abgesetzt hatte. Als Dritter ließ sich zumindest in der zehnten Rennrunde Erwan Nigon blicken, doch auch diesmal war ihm das Glück nicht hold. Der BMW-Fahrer und Teamkollege von Reiterberger stürzte in der letzten Runde übers Vorderrad. Somit kam Valk als Dritter ins Ziel.

Damian Cudlin (1./5.): „Ich hatte einen sehr guten Start im ersten Rennen. Als Nigon vor mir war, ist er am Limit gefahren. Auch Gareth habe ich beobachten können. Ich wollte aber nicht so ein großes Risiko eingehen. Als Nigon gestürzt ist, war ich automatisch Erster.“

Gareth Jones (2./2.): „Meine Yamaha lief fantastisch und ich habe an Selbstvertrauen gewonnen. Es war genau richtig, dass ich sehr früh volles Tempo gefahren bin. Im zweiten Rennen habe ich versucht, Markus Reiterberger unter Druck zu setzen, damit er einen Fehler macht. Das hat nicht geklappt, aber insgesamt habe ich an diesem Wochenende die meisten Punkte von allen Fahrern in der Superbike-Klasse geholt.“

Markus Reiterberger (6./1.): „Das war ein durchwachsenes Wochenende bei diesem Wetter. Wir hatten im Training aber eine super Taktik. Als wir aus der Box fuhren, kam die große Regenwolke schnell näher. Ich habe zwei Runden genutzt, um meine Zeit zu erreichen. Das musste auf Anhieb passen und hat ja auch für die erste Startreihe gereicht. Das erste Rennen war nicht so mein Ding, weil ich den Regen nicht mag. Aber im zweiten war ich sehr optimistisch, denn ich hatte ja im Training gesehen, was machbar ist.“

Kevin Valk (-/3.): „Ich bin total glücklich über den dritten Platz. Am 2. Mai haben wir auf der Strecke getestet. Ich habe insgeheim gehofft, dass ich hier aufs Podium komme, aber nicht richtig daran geglaubt. Natürlich war es auch ein irres Gefühl, einmal vor meinem Teamkollegen Damian Cudlin im Ziel zu sein. Ich habe aber richtig viel Glück gehabt. Durch den Sturz im ersten Rennen war mein Motorrad schwer beschädigt, die Mechaniker waren fünf Minuten vor dem Aufruf zum zweiten Lauf mit der Reparatur fertig.“

Michael Ranseder (3./4.): Ich bin froh, dass ich nach dem Saisonanfang mit den Stürzen auf dem Podium stehe. Ich habe ein brauchbares Ergebnis benötigt. Egal welches, Hauptsache war, ins Ziel zu kommen.“ 

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