Steinhausen und dann eine Weile nichts

14 LAU 3SC Steinhausen1703

04-05-2014
Jörg Steinhausen (Wilbers BMW Racing) mit seinem Co-Piloten Axel Kölsch im Boot war nach seiner überlegenen Vorstellung im Training der SUPERBIKE*IDM der große Favorit in der Klasse Sidecar. Den Start gewann jedoch unverhofft das Team Jakob Rutz/Thomas Hofer (LCR-Yamaha). Die Schweizer führten das Rennen eine halbe Runde an, während sich Steinhausen/Kölsch auf Position fünf wiederfanden. „Wir hatten Wheelspin, also das Rad hat durchgedreht. Wir sind anfangs einfach nicht vom Fleck gekommen“, berichtete der Vizeweltmeister von 2012 später.

Rutz/Hofer wurden an der Spitze schnell von Kurt Hock/Enrico Becker (LCR-Suzuki) verdrängt. Becker grinste, als er den Startvorgang Revue passieren ließ. „Mir ist jemand in die Hintern gefahren, aber er ist daran zerschellt.“ Becker war ohne Blessuren davon gekommen. In der dritten Runde wurde das Duo schließlich Jörg Steinhausen geschnappt, der zu einer offensiven Aufholjagd angesetzt hatte und gegen den kein Kraut gewachsen war.

Enrico Becker: „Steinhausen war heute nicht zu schlagen. Er war am Horizont zu erkennen. Ich bin froh, dass wir ihn überhaupt noch gesehen haben. Aber auch für uns war es ein ziemlich einsames Rennen.“ Steinhausen/Kölsch waren am Schluss fast 14 Sekunden voraus, Rutz/Hofer ganze 36 Sekunden dahinter.

Für die Titelverteidiger André Kretzer/Jens Lehnertz wurde der Saisonauftakt auf dem Lausitzring ein Wochenende zum Vergessen.

Jens Lehnertz: „Wir waren kurz auf dem zweiten Platz. Dann ist Steinhausen von hinten angeschossen gekommen. Kurz später fing unser Motorrad mit Zündaussetzern an zu streiken. Sie wurden immer schlimmer. Wir haben versucht, wenigstens den dritten Platz ins Ziel zu retten, aber eine halbe Runde vor dem Ende sind Rutz/Hofer an uns vorbeigezogen und kurz vor dem Ziel auch noch Josef Sattler/Stefan Trautner.“

Aber es kam noch dicker. Weil der Motor platt war, konnten Kretzer/Lehnertz die Auslaufrunde nicht bestreiten. Sie blieben nach der Ziellinie stehen. Streckenposten schoben das Gespann ins Fahrerlager. Weil es aber laut Reglement im Parc Fermé zu erscheinen haben, wurden die Insassen noch um vier Plätze strafversetzt. 

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