Stefan Kerschbaumer: Ego frisch aufgetankt

stefan kerschbaumer 300 Klettwitz, 27.05.2014

Mit dem Team Langenscheidt Racing by Fast Bike Service gilt der Österreicher Stefan Kerschbaumer zum engeren Kreis der potentiellen Titelanwärter in der Klasse der IDM Supersport. Obwohl es mit den Plätzen 4 und 5 beim Auftakt der SUPERBIKE*IDM auf dem Lausitzring für den 24-jährigen Grazer noch nicht ganz rund lief, blickt der Yamaha-Pilot zuversichtlich auf die kommenden Rennen.
Vor dem zweiten Rennwochenende der SUPERBIKE*IDM, das in wenigen Tagen im belgischen Zolder über die Bühne geht, räumte Kerschbaumer auf dem Pannoniaring in Ungarn zwei Sieg in der Internationalen Österreichischen Meisterschaft ab und kommt nun voller Selbstvertrauen nach Belgien gereist.

SUPERBIKE*IDM: So ein Doppelsieg in der Österreichischen Meisterschaft ist doch bestimmt gut für das Ego, oder?
Stefan Kerschbaumer: Ja die Veranstaltung hat gut reingepasst in die IDM-Pause. So ein Erfolg tut schon gut. Wir sind auf dem Pannoniaring in Ungarn gemeinsam mit dem Alpe Adria Cup gefahren. Es war eine ganz schön schnelle Angelegenheit und ich hatte richtig zu kämpfen. Aber hinterher fühlt sich so ein Erfolg natürlich gut an.

Dein erstes IDM-Wochenende auf dem Lausitzring verlief nicht so toll. Habt ihr inzwischen alles analysiert?
Da kam wirklich das ganze Pech, was man so haben kann, zusammen. Vorher hatte alles perfekt funktioniert und plötzlich hat uns alles gefuchst. Während dem Frühjahrstraining hatten wir Probleme mit dem Motor und am Mittwoch haben wir aus zwei Motoren einen gemacht. Das Freie Training konnte man wegen des schlechten Wetters vergessen und am Samstag wurde ich wegen eines Regelverstosses fünf Plätze nach hinten versetzt. Erst am Sonntag in den Rennen ist wieder alles hundertprozentig gelaufen.

Was wollt ihr in Zolder besser machen?
Mein Teamchef Daniel Rauh hat nochmals alles durchgecheckt und probiert, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Ausserdem war er noch auf dem Prüfstand.

Wirst Du zwischen den IDM-Läufen noch öfters bei der Österreichischen Meisterschaft antreten?
Wahrscheinlich nicht. Es gibt noch sechs Veranstaltungen mit je zwei Rennen. Mal schauen, ob es noch irgendwo passt. Ich will mich aber auf eine Serie festlegen und das ist die SUPERBIKE*IDM.

Marvin Fritz, der die beiden Rennen auf dem Lausitzring gewinnen konnte, hat im Gegensatz zu Dir, bereits in Zolder trainiert. Bringt ihm das einen grossen Vorteil?
Wenn es am kommenden Wochenende mit dem Wetter hinhaut, ist es nicht tragisch, dass Marvin schon vorher dort war. Solange es am Freitag beim freien Training nicht regnet, sind seine Testkilometer jetzt kein Riesen-Vorteil.

Warum hast Du nicht an dem Testtag teilgenommen?
Für mein Team wäre es gar nicht so weit gewesen. Für mich aus Österreich aber schon. Es hat uns nicht so wirklich reingepasst. Wir wollten erst einmal alles auf die Reihe kriegen.

Wie gefällt Dir die Strecke in Zolder?
Ja sie ist relativ schön. In manchen Ecken sollte man halt nicht stürzen.

Was fällt Dir zu Deinen direkten Konkurrenten Marvin Fritz, Roman Stamm und Tatu Lauslehto ein?
Marvin hat mit seinen zwei Siegen so richtig aufgezeigt, dass er wieder da ist. In den letzten Jahren war er wohl oft in einer nicht so optimalen Konstellation wie jetzt unterwegs. Roman Stamm ist seit Jahren, egal wo und was er fährt, als Top-Fahrer unterwegs. Und Tatu Lauslehto scheint mit der Suzuki wieder richtig in Schwunge gekommen zu sein.

Du studierst nebenher noch. Wie passt das mit dem Rennsport zusammen?
Ich studiere in Graz Maschinenbau. In der Mindestzeit schaff ich es zwar nicht, aber es läuft gut. Die Prüfungen sind oft am Freitag oder Samstag, da kann ich durch den Rennsport nicht immer mitschreiben.

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