Start-Ziel-Sieg für Bühn

Pole-Setter Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) legte einen starken Start hin und führte das Supersport 600-Feld in die erste Runde. Ihm folgten Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) sowie die beiden Fahrer von Kawasaki Schnock Team Motorex, Christian von Gunten und Jasha Huber. Marco Nekvasil, der permanent in der spanischen Meisterschaft mitfährt, tritt für das Team LSG Racing in Schleiz und Assen an. Nekvasil startete von Position zwei, fiel jedoch direkt auf Position sechs zurück. Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen) arbeitete sich von der zehnten Position drei Plätze nach vorn. In der zweiten Runde ging Huber an seinem Teamkollegen von Gunten vorbei.

Der Schleizer Julian Puffe, der für Team MtM-Kawasaki in der Superstock-600-Europameisterschaft mitfährt, bewies, wie gut er sich auf heimischem Boden auskennt. Er setzte, von Position fünf gestartet auf das Kawasaki-Duo an und fuhr vor auf Platz drei. Nekvasil ging ebenfalls an von Gunten vorbei und lieferte sich einen Fight mit Huber um Position vier.

Während Bühn konzentriert vornewegfuhr, steuerte Stange in der Seng geradeaus. Der ehrgeizige Youngster blieb unversehrt, ärgerte sich aber maßlos über den Patzer. Zumal er im Training am Vortag noch die Bestzeit fuhr.

Nekvasil setzte sich gegen Huber und Puffe durch und nahm nun Kurs auf Spitzenreiter Jan Bühn. Dahinter gerieten Puffe und Huber aneinander; in der elften Runde ging Huber auf Position drei. Der Finne Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer), der das Gesamtklassement anführt, pirschte sich peu à peu an das Spitzenquartett heran und ging schließlich auch an Puffe vorbei.

An Position drei liegend stürzte Huber in der zwölften Runde. Zwei Runden vor Schluss setzte sich Lauslehto dann noch gegen Puffe durch und vereitelte dem Lokalmatador den Podiumsplatz auf dessen Heimstrecke. Bühn siegte souverän vor Nekvasil und Lauslehto.

Jan Bühn freute sich: „In Schleiz ist es nicht leicht, zu überholen. Ich wusste also, wie wichtig der Start sein würde. Als ich den gut hinbrachte, versuchte ich ganz konzentriert mein Rennen zu Ende zu fahren.“ Nekvasil war sichtlich zufrieden mit seinem zweiten Platz. „Es ist schön, einmal wieder ein funktionierendes Motorrad zu fahren“, sagte Nekvasil in Anspielung auf seine Teilnahme in der spanischen Meisterschaft in der Klasse Moto2, wo es für ihn mit unterlegenem Material nicht berauschend läuft. „Wenn ich nächstes Mal beim Start noch besser wegkomme, kann ich um den Sieg mitkämpfen.“ Enttäuscht über den dritten Platz zeigte sich Tatu Lauslehto. „Wir probieren die verschiedensten Dinge, um das Motorrad schneller zu bekommen. Aber was wir auch machen, an den Rundenzeiten ändert sich nichts.“

Für die Supersport 600-Fahrer geht es am Sonntag um 13 Uhr ins zweite Rennen auf dem Schleizer Dreieck.

Related posts