Stamm siegt im ersten Lauf und verringert den Abstand

Race 1 Supersport

Race 1 Supersport Nürburgring, 28.06.2014

Es war auf dem Nürburgring nicht Marvin Fritz (Yamaha), sondern Stefan Kerschbaumer (Yamaha), der bei den Supersport 600-Fahrern die Pole Position holte. Den Sieg des ersten Laufes trug aber noch ein ganz anderer Mann davon: Roman Stamm (Kawasaki).

Sonne im ersten und Regen im zweiten Training. Für die Supersportler wurde auch das erste Rennen zur Wasserschlacht. Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance) brauste dennoch hochmotiviert von der Startlinie weg und drückte die ZX-6R bereits als Führender ins erste Eck. Für den Schweizer zählt momentan, vor Marvin Fritz (Bayer Bikerbox) ins Ziel zu kommen, um seine Titelchancen aufrecht zu erhalten. Dieses erste Rennen war seine große Chance, den Vorsprung von Fritz in der Meisterschaftswertung schmelzen zu lassen, denn der Gundelsheimer war nur Trainings-Fünfter gewesen.

Stamm landete auch einen astreinen Start-Ziel-Sieg. Fünf Punkte konnte er damit wettmachen. Fritz schaffte es nach einem zähen Anfang als Zweiter ins Ziel. Jetzt trennen die Kontrahenten noch 14 Punkte. Stefan Kerschbaumer (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) wurde zum dritten Mal in dieser Saison Dritter.
Das Spitzen-Trio machte die Positionen im Rennen ganz unter sich aus. Hinter ihm kam eine Weile nichts. 44,152 Sekunden später wurde Vittorio Iannuzzo (HPC-Power Racing Suzuki) vor seinem Teamkollegen Christian Stange abgewunken, die zuvor ihren Markenkollegen TatuLausletho (Team Suzuki Stoneline-Mayer) überholt hatten. Für Klassen-Neuling Stange war es das bisher beste Saisonergebnis.

Roman Stamm: „Es waren schwierige Verhältnisse, aber ich muss dranbleiben und Punkte sammeln, um den Vorsprung von Marvin in der Gesamtwertung zu verringern. Einmal hat auf der Start-Ziellinie das Vorderrad der Kawasaki blockiert. Da ist mein Puls kurzfristig in die Höhe geschossen.“

Marvin Fritz: „Ich hatte einen guten Start und war Vierter hinter Tatu Lausletho. Roman Stamm und Stefan Kerschbaumer hatten an der Spitze auch einen guten Speed vorgelegt. Trotzdem konnte ich ziemlich schnell den Anschluss finden. Schon nach zwei Runden war ich an Stefan dran und in der fünften vorbei. Natürlich hätte ich das Rennen lieber gewonnen, aber 20 Punkte sind auch nicht übel.“

Stefan Kerschbaumer: „Zu Beginn des Rennens konnte ich das Tempo nicht halten. Roman Stamm hatte ein enormes Selbstvertrauen, so wie er im Regen durch die Kurven gerast ist.In der fünften Runde hat mich Marvin Fritz überholt und ich war Dritter. Ich habe zunächst vermutet, hinter mir kommt noch jemand, aber da tat sich nichts. Zum Schluss hatte ich auf der Boxenanzeige einen Vorsprung von 40 Sekunden vor dem nächsten Fahrer stehen. Da habe ich den Speed etwas herausgenommen.“

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