Siege für Cudlin und Neukirchner

Cudlin Podium

Nach sechs Jahren endete die Durststrecke für Kawasaki in der SUPERBIKE*IDM. Der Australier Damian Cudlin (Weber-Diener Racing) gewann seit September 2008 das erste Rennen der Grünen bei den Superbikes. Max Neukirchner (3C-Racing Team) sorgte im zweiten Lauf für einen weiteren Ducati-Triumph.

Im ersten Lauf stürzte Max Neukirchner in der zweiten Kurve und Polesetter Matej Smrz (Yamaha Deutschland) in Führung liegend in der siebten Runde. Damian Cudlin übernahm die Spitzenposition  und war fortan fast eine Sekunde schneller als der Rest unterwegs. Er gewann das Rennen, in dem der Regen immer stärker wurde, mit zwölf Sekunden Vorsprung vor dem spanischen Ducati Panigale-Fahrer Xavi Forés (3C-Racing Team).

Die ersten fünf Plätze belegten Piloten aus fünf Ländern und auf fünf Fabrikaten. Dritter wurde Erwan Nigon (Frankreich, HPC-Power Suzuki), Vierter Markus Reiterberger (Deutschland, Van Zon-Remeha-BMW), Fünfter Michael Ranseder (Österreich, Honda Holzhauer).

In Lauf zwei triumphierte Max Neukirchner. Der erste Teil des Rennens wurde nach elf Runden wegen einsetzendem Regen abgebrochen. Nach dem Reifenwechsel ging es über weitere sechs Runden weiter. Die Addition der Sessionen ergaben das Gesamtergebnis.

Vor dem Abbruch hatte Forés vor Titelverteidiger Reiterberger und Neukirchner in Führung gelegen. Er rutschte im Endergebnis auf den dritten Rang ab, weil sein Motorrad eingangs der letzten Runde Probleme mit der Elektrik bekam. Der 28-jährige konnte von Glück reden, dass es die Panigale bis ins Ziel schaffte.

Damian Cudlin: „Ich bin absolut glücklich und hatte viel Spaß auf der Strecke. Es war gut, dass es regnete, denn so hat unser Dunlop-Reifen hervorragend arbeiten können. Zum Schluss bin ich vielleicht noch mit zu hohem Risiko gefahren. Es lag viel Öl auf der Strecke. Aber als Langstrecken-WM-Fahrer bin ich das gewohnt und hatte nicht wirklich ein Problem damit.“

Max Neukirchner: „Wir wissen nicht, was der Grund für meinen Sturz im ersten Lauf ist. Ich war langsamer als im warm-up unterwegs und hatte weniger Schräglage. Ich denke, wenn das nicht passiert wäre, hätte es heute einen Doppelsieg für mich geben können.“

Xavi Forés: „Natürlich hätte ich heute lieber einen Lauf gewonnen, aber für mich zählt auch, nach jedem Rennen auf dem Podium zu stehen. Das ist das Ziel.“

Markus Reiterberger: „Meine Starts waren alle super und das zweite Rennen habe ich auch drei Runden lang angeführt. Ich hatte aber auch heftige Rutscher.“

Matej Smrz glänzte im Zeittraining mit der Bestzeit und danach auch noch in der Superpole der besten schnellsten neun Fahrer. Der Tscheche lief im Eifelregen zur Höchstform auf. Er wird bei den Superbike-Rennen mit Max Neukirchner (3C-Racing Team) und Bastien Mackels (Van Zon-Remeha-BMW) in der ersten Startreihe stehen. Erwan Nigon ersetzte einmal mehr seinen verletzten Landsmann Vincent Philippe im HPC-Power Suzuki Racing Team und wird die zweite Startreihe eröffnen. Nichts lief im strömenden Regen dagegen bei Dauer-Sieger Xavi Forés (3C-Racing Team). Der Meisterschafts-Führende wurde nur Achter und war drei Sekunden langsamer als Smrz unterwegs. Titelverteidiger Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW) qualifizierte sich auch nur als Sechster vor dem Spanier.

Matej Smrz: „Seit den Rennen in Oschersleben hat sich einiges getan und ich komme immer besser in Fahrt. Es sind nur Kleinigkeiten. Sie machen allerdings den Erfolg aus. Wir haben jetzt einen anderen Weg beim Set-up eingeschlagen und verwenden wieder harte Federn. Dass es geregnet hat, macht mir überhaupt nichts aus. Ich denke, Forés hat als Spanier damit ein größeres  Problem. Bei dem zu Hause regnet es nicht ganz so oft wie bei uns.“

Max Neukirchner: „Ich bin fast viermal gestürzt und hätte nicht gedacht, dass ich es in die erste Startreihe schaffe. Wenn das Rennergebnis morgen auch so aussieht und ich vor meinem Teamkollegen Xavi Forés ins Ziel komme, hätte ich mal einen Grund, abends einen zu trinken.“

Bastien Mackels: „Im Regen war es etwas einfacher für mich, eine gute Zeit vorzulegen. Die drittschnellste war dennoch eine Überraschung. In den beiden letzten Runden konnte ich noch einmal Tempo nachlegen.“

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