Sattler/Neubert fahren auf und davon

Nach längerem Abwägen haben sich Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizeisportverein Wels Gürck Racing) entschieden, in der Klasse Sidecar in Schleiz zu starten und auf ihre Teilnahme am zeitgleich stattfindenden Weltmeisterschaftslauf am TT Circuit Assen zu verzichten. Das hat sich gelohnt. Von der dritten Position starteten Gürck/Wechselberger ins Rennen und konnten gleich in der ersten Runde in Führung gehen. Andre Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC) sowie Josef Sattler und Uwe Neubert (Sattler Motorsport) lagen dicht auf. Damit waren die Topfavoriten auch jetzt wieder die Top drei des Rennens. In der zweiten Runde konnten Kretzer/Lehnertz trotz kaum vorhandener Überholmöglichkeiten in Führung gehen. Doch in der Spitzkehre nach der Seng verlor das Team die Kontrolle über das Motorrad und überschlug sich. Die Aktion verlief für die Piloten glimpflich, doch an ein Weiterfahren war nicht zu denken. Gürck/Wechselberger und Sattler/Neubert kämpften weiter um Platz eins. In Runde sechs übernahmen Sattler/Neubert das Kommando und setzten sich in Windeseile vom Feld ab. Hinter Gürck/Wechselberger kamen mit deutlichem Abstand Andres Nussbaum und Michael Prudlik (Sidecarteam Sense) sowie Bernhard Pichler und Mario Pichler (Polizeisportverein Wels). Bis zum Ende des Rennens konnten Sattler/Neubert einen Vorsprung von über 13 Sekunden herausfahren und ihren Sieg sicher nach Hause bringen. Gürck/Wechselberger riskierten nichts mehr und gaben sich mit Platz zwei zufrieden. Nussbaum/Prudlik belegten Rang drei vor Pichler/Pichler. Für Nussbaum/Prudlik war es der erste Podiumsplatz der Saison.

Josef Sattler: „Unser Start war sehr schlecht, wir sind als Vierter in die erste Kurve eingebogen. Dann haben wir uns zimlich schnell wieder vorbearbeitet. Es war ein super Rennen.“

Uwe Gürck: „Unser Start hat sich rentiert. Jetzt haben wir unseren Vorsprung in der Meisterschaft weiter ausgebaut, das war das Ziel. Es war uns nach dem Qualifying klar, dass wir nicht mit Sepp mithalten können. Ich möchte mich für die Auslaufrunde bedanken. Es ist beeindruckend, wie die Schleizer uns Fahrer feiern. Die Streckenposten hatten teilweise Tränen in den Augen. Dafür liebe ich Schleiz.“

Andres Nussbaum: „Das ist unser erstes Podium, einfach hammermäßig. Die letzte Runde war zäh, da waren wir richtig müde. Aber die vielen Zuschauer sind eine riesige Motivation.“

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