Roman Stamm zieht nach und holt sich seinen ersten Sieg auf Kawasaki am Lausitzring

SSP Rennen2-1

Musste er sich gestern noch ganz knapp Kevin Wahr (Yamaha) geschlagen geben, ließ sich Kawasaki-Pilot Roman Stamm im heutigen (21. April) zweiten Supersport 600-Rennen auf dem Lausitzring den Sieg nicht noch einmal so knapp vor dem Zielstrich nehmen.

Den Start gewann zunächst Stefan Kerschbaumer (Yamaha), doch die Spitzenposition konnte der Österreicher nicht lange halten. Bereits in der vierten Runde konnte sich Stamm vorbei bremsen. An der Spitze bildete sich daraufhin eine Vierergruppe mit Stamm, Kerschbaumer, Wahr und Newcomer Luca Grünwald (Yamaha), mit dem so schnell an der Spitze wohl kaum einer gerechnet hätte. Doch der amtierende Moto3-Meister konnte in seinem erst zweiten Supersport-Rennen richtig gut mithalten.

Roman Stamm suchte an der Spitze sein Heil in der Flucht, doch nachdem Kevin Wahr an Stefan Kerschbaumer vorbeigehen konnte, verkürzte er den Abstand auf den führenden Kawasaki-Piloten auf bis zu 0,6 Sekunden. Nach einem gelungen Schlussspurt auf den letzten zwei Runden sah Stamm die schwarz-weiß-karierte Zielflagge dann doch noch mit einem Vorsprung von 1,2 Sekunden. Wahr wurde Zweiter vor Grünwald, der sich sensationell auf den dritten Platz vorgearbeitet hatte und sich damit gegen Supersport-Favoriten wie Kerschbaumer oder den amtierenden Meister Tatu Lausletho durchsetzen konnte.

Roman Stamm: „Ich habe heute alles gegeben, nach dem ich gestern schon etwas enttäuscht war. Als ich an Kerschi vorbei war, wollte ich wie beim ersten Rennen eigentlich wegfahren. Ich habe gegen Mitte des Rennens gemerkt, dass es diesmal was werden könnte. Wir haben auch das Fahrwerk gewechselt und härtere Reifen gewählt. Die letzten zwei Runden konnte ich noch einmal richtig Gas geben und bin sogar die schnellste Rennrunde gefahren. Ich bin happy.“

SSP WahrKevin Wahr: „Als Zweiter bist du nie zufrieden. Ich hatte heute einen schlechten Start und war Vierter. Dann bin ich hinter Stefan Kerschbaumer hängen geblieben. Als ich an ihm vorbei war, war Roman schon weg. Ich konnte zwar aufholen, aber ich hatte in der vorletzten Runden einen kleinen Fehler und schon war die Sekunde wieder da.“

Luca Grünwald: „Ich kann kaum was sagen, ich bin so glücklich. Ich hatte einen super Start, habe ordentlich reingehalten und war Vierter. Ich hab versucht, mit denen an der Spitze mitzuhalten. Ich konnte dann sogar an Stefan vorbeigehen und habe dann alles versucht, die Position zu halten. Zum Schluss hatte ich ein paar Probleme mit den Reifen und dem Rücken, aber ich habe versucht, so sauber wie möglich meine Linie zu halten und das Rennen zu Ende zu fahren.“

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