Roman Stamm sieht in Oschersleben doppelt

Am kommenden Wochenende steht ein besonderes Ereignis im SUPERBIKE*IDM-Kalender. Wenn die Piloten der Langstrecken-Weltmeisterschaft und der Seitenwagen-Weltmeisterschaft in Oschersleben um Punkte kämpfen, sind auch die Piloten der IDM-Supersport-Klasse dabei.

Besonders stressig dürfte das Wochenende für den Schweizer Roman Stamm werden, der mit gerade Mal vier Punkten Vorsprung vor Yamaha-Pilot Marvin Fritz als Führender der Supersport-Gesamtwertung in die Magdeburger Börde reist. Roman Stamm wird nicht nur mit dem Team Kawasaki Schnock Shell Advance mit der ZX-6R in der IDM Supersport dabei sein. Er wird auch für das Team Bolliger, zusammen mit seinen Kollegen Daniel Sutter und Horst Saiger, auf der Kawasaki ZX-10R beim Acht-Stunden-Rennen an den Start gehen, um möglichst viele WM-Punkte zu holen. Uns berichtet der Kawasaki-Pilot von seinem vollgestopften Stundenplan.

«Optimal ist das sicher nicht», weiss Stamm. «Denn man wechselt ständig vom kleinen auf das grosse  Motorrad und wieder zurück. Ich werde wohl nicht jedes Training in beiden Serien komplett ausfahren.» Saiger und Sutter wissen, was auf sie zukommt und wissen auch über die IDM-Titelambitionen ihres Kollegen Bescheid. «Bei der Umstellung muss ich mich immer wieder auf die verschiedenen Bremspunkte einstellen», erklärt der Doppelstarter die Problematik. «Der Drehzahlbegrenzer ist das grösste Umstellungsproblem. Mit dem liege ich immer ein wenig im Clinch. Aber nach ein paar Runden passt das dann wieder.»

Wie es derzeit ausschaut, wird Stamm auch beim Finale der SUPERBIKE*IDM in Hockenheim dabei sein, solange die Titelchancen in Takt sind, und auf einen WM-Einsatz in der Langstrecke verzichten. «Das ist alles so mit Teamchef Bolliger abgesprochen», verrät Stamm. «In Oschersleben wird das Acht-Stunde-Rennen am Samstag und die beiden Supersport-Läufe am Sonntag konditionell kein Problem werden.»

«Ich freue mich auf ein anstrengendes Wochenende», versichert Stamm. Einziger Nachteil: «Die Party am Samstag ist für mich gestrichen. Naja, ein Bier geht vielleicht. Aber dann bin ich weg.»

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