Reiterberger mit Doppelsieg und neuem Rundenrekord

Yamaha-Pilot Damian Cudlin (Team Yamaha MGM) wäre wohl ein weiterer Schlechtwettertag auf dem Circuit Zolder lieber gewesen. Der Regenexperte sicherte sich in der Superpole-Session am Samstag auf nassem Kurs den ersten Startplatz. In den Rennen hatte er jedoch wenig Glück.

Die perfekten Bedingungen nutzte indes Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW, BMW S 1000 RR), der von Platz Drei startete. Im ersten Durchgang fiel Reiterberger nach einem missglückten Start zunächst auf die sechste Position zurück, arbeitete sich dann aber schnell wieder an die Spitze und fuhr den Sieg mit knapp zehn Sekunden Vorsprung nach Hause. Dabei stellte er obendrein einen neuen Rundenrekord von 1:30.638 Minuten auf. „Was ich am Start vermasselt hatte, habe ich später wieder gut gemacht“, sagte er.

Hinter Reiterberger überquerte Xavi Forés (3C-Racing Team, Ducati 1199 Panigale R) als Zweiter die Ziellinie. „Ich habe mehr erwartet. Der Start war wie schon am Lausitzring einfach schlecht. Dann musste ich viel Risiko eingehen, um wieder nach vorne zu kommen“, sagte Forés. Auf den dritten Rang fuhr Max Neukirchner (Team Yamaha MGM, Yamaha YZF-R1M). Teamkollege Damian Cudlin kam schließlich nur auf Rang fünf, hinter Ducati-Pilot Lorenzo Lanzi (3C-Racing Team) und vor BMW-Pilot Matej Smrz (Wilbers-BMW-Racing Team).

Im zweiten Rennen ging es turbulent zu. Nach der Warm-up-Lap holte das Team Yamaha MGM seine Piloten zurück in die Box: Elektronische Probleme wegen eines defekten Sensors. Die Doppel-Pole war damit dahin – Cudlin und Neukirchner starteten mit Verzögerung aus der Boxengasse, als die anderen schon über alle Berge waren. Nur wenig später musste Cudlin erneut in die Box und konnte das Rennen nicht mehr aufnehmen. Neukirchner versuchte es, flog aber kurze Zeit später von der Strecke.

Die Führung vom Start weg übernahm Markus Reiterberger vor Xavi Forés und Lorenzo Lanzi. Reiterberger konnte schnell einen erachtlichen Vorsprung zwischen ihn und seine Verfolger bringen, während die beiden Ducati-Piloten sich dahinter einen heißen Tanz mit ständigen Überholmanövern lieferten. In der sechsten Runde fuhr Forés ins Kiesbett, nachdem ihm das Motorrad abgestorben war. Forés drückte, wie er später sagte, alle Knöpfe, die ihm zur Verfügung standen und brachte die Maschine wieder in Gang. Er raffte sich auf und kämpfte sich von Platz 15 zurück auf Platz drei. Vorne machte sich Reiterberger aus dem Staub und fuhr mit gut 26,5 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Zweiter wurde Lorenzo Lanzi vor Teamkollege Xavi Forés.
Der Gesamtstand:
Reiterberger (100 Punkte), Forés (68 Punkte), Lanzi (57 Punkte)

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