Prominenter Ersatzfahrer für das Team Yamaha MGM

Während Lukas Trautmann wie schon auf dem Lausitzring weiterhin an der Seite von Florian Alt in der Superbike-Klasse an den Start geht, gibt Remy Gardner sein Debüt für das Team Yamaha MGM in der Superstock 1000 Kategorie.

Schon zur dritten Runde der SUPERBIKE*IDM auf dem Lausitzring übernahm Lukas Trautmann die Yamaha YZF-R1M von Max Neukirchner, der sich bei Testfahrten in Südfrankreich verletzte und längere Zeit ausfallen wird. Trautmann fuhr zum ersten Mal an der Seite von Florian Alt auf der Superbike Maschine. Nach weiteren Reifentests sind die beiden 20-Jährigen vor dem vierten Rennwochenende der Saison im belgischen Zolder bestens gerüstet.

Die Superstock 1000 Version der YZF-R1M, die Trautmann zu Saisonstart pilotierte, wird ab Zolder ein talentierter Ersatzfahrer übernehmen: Remy Gardner. Der älteste Sohn des ehemaligen 500ccm Weltmeisters Wayne Gardner, Remy, fuhr zum ersten Mal mit zehn Jahren auf einer kurzen Strecke, nachdem er mit Motocross und Enduro-Rennen aufgewachsen ist. Im Oktober 2010 wurde er von Honda Australien eingeladen, sie in der NS100F International Trophy zu vertreten und nahm an der MRRDA Nippers Meisterschaft für Fahrer unter 13 teil.

Im Jahr darauf verließ er Australien und zog nach Spanien, um die richtige Umgebung zur Entwicklung seiner Karriere zu finden. Dort trat er in der Mediterranean Championship an. Ab 2013 fuhr er mit dem Calvo/LaGlisse Team in der FIM CEV Repsol International Championship. 2015 war Gardner der erste Australier, der permanent in der Moto3 Weltmeisterschaft am Start stand. Er fuhr mit einem Mahindra Bike und dem Japaner Tatsuki Suzuki als Teamkollegen im CIP Team, aber ein schlechter Motor und technische Probleme brachten ihm nur sechs Punkte ein.

Da er weiter wächst, ist Gardner mittlerweile zu groß für die kleine Klasse und wechselte 2016 in die Moto2-Klasse der spanischen Meisterschaft. Ab dem Catalan GP wurde der Australier als Ersatzfahrer für Alessandro Tonucci gerufen und sicherte sich einen Punkt bei seinem Moto2-WM Debüt. Im Team Yamaha MGM übernimmt er nun für die vierte und die fünfte Runde der SUPERBIKE*IDM in Zolder und Schleiz das Superstock 1000 Motorrad von Trautmann. Weitere Einsätze sind im Gespräch.

Zur Vorbereitung auf sein erstes Rennwochenende auf 1000ccm testete Gardner am Freitag in Schleiz auf einer Standard-R1, um sich an Strecke und Motorrad zu gewöhnen. Auch Alt und Trautmann drehten zahlreiche Runden auf dem beliebten Straßenkurs in Thüringen und unterstützen ihren neuen Teamkollegen bereits auf und abseits der Strecke.

Remy Gardner:
„Ich bin zuvor noch nie mit einer 1000ccm Maschine Rennen gefahren, obwohl ich eine derartige Maschine bereits pilotiert habe. Nun bin ich wirklich gespannt, damit ein Rennen zu bestreiten. Das sollte gut werden. Wir wollen natürlich versuchen auf dem Podium zu landen, aber wir werden sehen, wie es wird. Wir müssen weiter hart arbeiten und konzentriert bleiben und dann sehen, wie wir am Ende abschneiden. Yamaha Germany fragte mich, ob ich kommen und an der SUPERBIKE*IDM teilnehmen will. Natürlich kann man ein solches Angebot von einem Werk nicht ablehnen, also bin ich hier. Das ist ziemlich gut. Die Strecke in Zolder kenne ich nur von Videospielen, also weiß ich zwar wie viele Kurven es gibt und wo es langgeht, aber ich kenne die Strecke nicht wirklich. Mein erstes Gefühl auf dem Bike heute Morgen war gut. Es ist ziemlich schwierig, ein Standard-Bike zu fahren und zudem ist die Strecke etwas gefährlich. Ich habe also nicht allzu hart gepusht, denn das hätte nicht gut geendet. Aber es hat Spaß gemacht. Ich hatte eine gute Zeit und bin mit den Werksjungs gefahren. Das wird gut.“

Michael Galinski, Teamchef:
„Lukas soll erst einmal weiterhin das Superbike fahren. Ein erster Einsatz auf dem Lausitzring war etwas wenig, um richtig herauszufinden, wie groß sein Potential auf der Superbike Maschine ist. Zudem wurde der zweite Lauf dort auch abgesagt. Er bekommt also eine weitere Chance. Gleichzeitig bieten wir Remy die Möglichkeit auf dem Superstock-Motorrad zu fahren. Wir sind sehr gespannt, wie er sich schlägt. Für ihn ist es eine neue Herausforderung von der 600ccm Moto2 Maschine auf das 1000cccm Bike zu steigen. Bisher kenne ich ihn noch nicht sehr gut, umso spannender wird das bevorstehende Rennwochenende für uns alle. Wir freuen uns riesig auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

 

© Team Yamaha MGM

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