Kevin Wahr gewinnt das erste Supersport 600-Rennen beim Saisonauftakt auf den letzten Metern

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Spannender konnte das erste Supersport 600-Rennen auf dem Lausitzring nicht zu Ende gehen. Kevin Wahr (Yamaha), der schon im Qualifying seine Stärke bewies, schnappte sich in der letzten Runde den Sieg. Roman Stamm (Kawasaki), der ab der dritten Runde das Rennen anführte, musste sich schlussendlich geschlagen geben und stand sichtlich unglücklich auf dem Siegerpodest.

Bereits beim Start gab es die erste Aufregung, denn an Jesco Günthers Suzuki wurde länger geschraubt als erlaubt. Daraufhin wurde er auf den letzten Platz strafversetzt und musste dem Feld hinterher eilen.
Kevin Wahr reagierte beim Start am schnellsten und setzte sich vor seine Konkurrenten. Zwei Runden folgte ihm Roman Stamm mit nur wenigen Zehntelsekunden Abstand, bis er angriff und beherzt am Yamaha-Piloten vorbeiging. Er konnte sich anschließend sogar einige Meter absetzen, doch gegen Ende des Rennens hatte er leichte Probleme mit den Reifen und musste die Pace etwas heraus nehmen. Das sah auch Wahr und nutzte in der letzten Runde seine Chance, griff nach einer langgezogenen Rechtskurve an und holte sich so den ersten Saisonsieg.

Hinter den beiden Konkurrenten Wahr und Stamm kämpften der Trainingsschnellste Leon Bovee und Stefan Kerschbaumer (beide Yamaha) um den dritten Podestplatz. Letztendlich nutzte Kerschbaumer einen kleinen Fehler von Bovee, um an diesem vorbei zu schlüpfen und sich Rang drei zu sichern.

Luca Grünwald (Yamaha), der Newcomer in der Supersport 600, machte schon im Training auf sich aufmerksam, als er Startplatz sieben herausfuhr. Auch im Rennen am Samstagnachmittag zeigte der amtierende Moto3-Meister sein Kämpferherz und konnte die Platzierung bestätigen – direkt hinter Tatu Lauslehto, ebenfalls auf Yamaha, dem Supersport-Meister von 2013.

SSP Rennen1-2Kevin Wahr: „Ich habe in der letzten Runde gesehen, dass ich schneller war als Roman, also habe ich die Chance genutzt und mich vorbei gebremst. Ich bin über glücklich, besonders für unser kleines privates Team freut es mich. Es gab sogar einige Tränen. Wir haben so hart gearbeitet und das sogar ein Sieg dabei herauskommt, ist einfach das schönste Dankeschön an alle.“

Roman Stamm: „Natürlich bin ich enttäuscht. Als ich an Kevin vorbei war, habe ich versucht, mich etwas abzusetzen, aber der Abstand blieb immer gleich. Gegen Ende waren dann auch meine Reifen nicht mehr die besten. In der langen Rechts im Infield bin ich schlecht herausgekommen, so dass Kevin vorbeigehen konnte. Schade, aber ich habe gezeigt, dass ich mit der Kawasaki wieder ganz vorne mitmischen kann.“

Stefan Kerschbaumer: „Das war ein guter Einstand. Ich wollte unbedingt aufs Podium. Ich habe die letzten Runden immer nur gehofft, bitte nicht wieder der vierte Platz. Leider konnte ich aber keinen Angriff mehr nach vorne starten.“

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