Nekvasil eine Klasse für sich

14 LAU 1SBK Podium6846

Die Superstock 1000-Fahrer sind in der SUPERBIKE*IDM trotz des gemeinsamen Feldes mit den Superbike-Piloten eine eigene Klasse, die auch separat gewertet wird. Der 17-jährige Marco Nekvasil (Interwetten Racing by Fritze Tuning) räumte zwei Siege ab. Dagegen waren die Kassenkameraden machtlos. Der Österreicher war mit seiner BMW S1000 RR so schnell, dass er sich vielmehr mit der Konkurrenz aus der Superbike-Klasse anlegte, dort in den Top Ten landete und im ersten Lauf als Siebter des komplett gestarteten Feldes abgewunken wurde. Seinen Konkurrenten aus der Superstock-Wertung war er damit weit voraus. Lucy Glöckner (Wilbers-BMW Racing) folgte als Klassen-Zweite mit 18 Sekunden Rückstand, wofür sie 20 Meisterschaftspunkte erhielt.

Im zweiten Lauf war Glöckners Fahrt schon nach zwei Kurven zu Ende: Sturz, Prellungen, lädierte Finger an der rechten Hand. Vorausgegangen war eine Berührung mit Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer). Glöckner: „Wir haben uns dabei irgendwie dezent verhakt.“ Jedenfalls klaffte nachher in der Armbeugen-Gegend bei Glöckner wie auch Vincon eine große Lücke in der Lederkombi.

Nekvasil gewann wie erwartet auch das zweite Rennen. Vincon wurde Zweiter. Platz drei ging an den Niederländer Leon Bovee.

Marco Nekvasil: „Ich hatte gehofft und mir gewünscht, einen Platz in den Top 3 belegen zu können und irgendwie lief auch alles glatt. Ich habe mir trotz der guten Ergebnisse unserer letzten Tests keinen Druck machen lassen, sondern die Rennen vielmehr genossen.“

Dominik Vincon: „Im ersten Lauf habe ich den Start vergeigt. Und wenn erstmal einige Fahrer an Dir vorbei gerauscht sind, bleibt nicht viel Zeit, um sie wieder einzuholen. Jedenfalls kam mir das so vor. Dass Lucy im zweiten Rennen zu Boden ging und danach fehlte, war schade. Wir sind zu zweit in die Kurve gefahren – ich innen, sie außen. Sie hat richtig dagegengehalten. Man merkt in keinster Weise, dass sich hinter Kombi und Helm ein Mädel verbirgt.“

Leon Bovee: „Das war kein einfaches Wochenende für mich. Wir hatten viele Probleme und ich bin immer mit einem neuen Setup auf die Strecke gefahren. Der dritte Platz im zweiten Rennen war eine glückliche Fügung.“

 

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