Motorsport Festival Lausitzring: Eine Erfolgsgeschichte

Am ersten Juni-Wochenende konnten die Fans des Motorsports auf dem Lausitzring ein Event der Extraklasse erleben. Denn bereits im dritten Jahr in Folge gesellten sich zu den Autos der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auch noch die Motorräder der SUPERBIKE*IDM, womit die beiden höchsten deutschen Motorsportprädikate gemeinsam auftraten. Noch dabei die ADAC GT Masters, der Porsche Carrera Cup und die Formel 4. Die Motorsport-Fans erwischten das aus wettertechnischer Sicht bis dahin beste Wochenende des Sommers, auch wenn ausgerechnet die Superbike-Piloten bei ihrem zweiten Rennen von einem Gewitter mit Starkregen eingebremst wurden. 67.500 Zuschauer wurden über das gesamte Wochenende gezählt.

 

Auch die Autofraktion findet immer mehr Gefallen an der Zusammenarbeit mit den Zweirädern und welche Klasse wieviel Fans an die Strecke gezogen hat, lässt sich in Zahlen nicht belegen. Am Ende war es das Gesamtprodukt, das überzeugte. Denn auch das Fahrerlager war bis auf den letzten Platz besetzt und auf der Fanmeile hinter der Haupttribüne gab es ebenfalls genug zu sehen. «Das Fahrerlager ist eng, aber es ist schön, wenn es eng ist. Es hat einen tollen Charakter. Es ist zum Beispiel toll zu sehen, wie die Motorrad-Teams mit einem Zelt unterwegs sind und mit ein paar Leuten schrauben», sagte BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt in einem Interview mit SPEEDWEEK.com.
Für SUPERBIKE*IDM-Promoter MotorEvents hiess das Motto am Lausitzring Doppelbelastung, denn zeitgleich sind diese auch als Betreiber der Rennstrecke aktiv.

Interview mit Josef Meier, MotorEvents HMP GmbH

 

Wie hat euch die Entwicklung und das Event gefallen?
«Es war ein Riesenerfolg. Wir hatten natürlich Bedenken wegen des engen Zeitrahmens. Aber es hat perfekt funktioniert. Was auch der Tatsache geschuldet war, dass es keine grösseren Zwischenfälle gab. Wir hatten noch nie so viele Zuschauer. Auch die Abendveranstaltungen auf der Fanmeile waren gut besucht. Und das Wetter war mehr als toll.»

Wieviel schlaflose Nächte hattet ihr wegen des Zeitplans?
«Es war nicht so schlimm. Wir haben im Vorfeld viel rumgebastelt. Man kann halt nicht  ausschließen, dass was passiert und dann hätte es eine Verschiebung am Abend gegeben. Und eigentlich muss um 19 Uhr Schluss sein. Aber es gab dafür natürlich eine Variante. Wir haben im Jahr einen 24 Stunden Tag auf der Strecke erlaubt, den hätten wir dann einschieben müssen, um auch nach 19 Uhr noch fahren zu können.»

Wie habt ihr das Standing der SUPERBIKE*IDM als Promoter bei der Autoabteilung wahrgenommen?
«Wir sind klar eine Rahmenserie. Man darf es nicht über- und nicht unterbewerten. Aber wir werden von der ITR ernst genommen. Wir konnten ja die Zeitpläne im Vorfeld nochmals zu Gunsten der IDM verschieben. Am Rennsonntag gab es keine Möglichkeiten, was den TV-Zeiten der Autorennen geschuldet war. Von den Fahrzeiten können wir uns nicht beschweren. Die Zeit dazwischen konnten wir ja gut nutzen, zum Beispiel für Autogrammstunden mit den Piloten. Bei den Autoleuten haben wir inzwischen tatsächlich ein gewisses Standing. Im ersten Jahr gab es Leute, die total dagegen waren und jetzt überzeugt sind. Hans Werner Aufrecht von der ITR war für die Idee schon immer offen und auch die Auto-Herrschaften schauen bei den Motorrädern inzwischen schon mal genauer hin.»

Gibt es eine Wiederholung und gibt es das in Zukunft auch auf anderen Strecken?
Auf dem Lausitzring kann es 2017 eine Wiederholung geben. So wie es sich bis jetzt anhört, sind die Chancen groß. Von unserer Seite aus kann man die Zusammenarbeit gerne ausbauen. Allerdings wirft das unser System durcheinander, denn wir haben ja mehr als nur die Superbike-Klasse. Aber vielleicht ergibt sich noch mal anderswo eine Gelegenheit. Wir sind für alles offen, was die SUPERBIKE*IDM voranbringt.»

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