Mit radikaler Reifenwahl zum Sieg

„Da wir Radikalisten sind, mussten wir eine radikale Reifenwahl treffen“, sagte Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) nach seinem Sieg im ersten Rennen der Klasse Supersport 600 auf dem Nürburgring. Wobei Radikalisten so viel heißt wie: „Wir wollen weit nach vorn, und das möglichst schnell“, so Stange. Was sich hinter der radikalen Spezialreifenwahl genau verbirgt, verriet der 17-Jährige aber nicht. Top Secret – nicht dass die anderen die Erfolgsmischung noch nachbauen.

Zunächst startete Stange von der dritten Startposition ins Rennen. Vor ihm Pole-Setter Jan Bühn (Team Räth-Romero-Yamaha) und Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer). Am derzeitigen Leader im Gesamtranking Lauslehto konnte Stange gleich in der ersten Runde vorbeigehen, Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Motorex) tat es ihm gleich.

In der zweiten Runde war dann auch Jan Bühn dran: Stange nahm ihm die Führung kompromisslos ab. Abschütteln ließ sich Bühn dennoch nicht. Lauslehto verlor zwischenzeitlich einen weiteren Platz an von Guntens Teamkollege Jasha Huber, der sich auf Position vier festsetzte. In der siebten Runde gab es für Huber eine Schrecksekunde, als von Gunten einige Meter vor ihm stürzte, vorbei kam er aber problemlos.

Vorne versuchte Bühn, an Stange dranzubleiben. Doch drei Runden vor Schluss warf ihn ein ohne Sturz verlaufender Highsider zurück. Auf den letzten Kilometern kämpfte Bühn sich wieder heran und Stange sicherte sich jede Runde mit einem Blick nach hinten ab, ob der Kontrahent ihm noch gefährlich werden konnte. Schließlich gewann Stange das Rennen vor Jan Bühn und Jasha Huber. Ob der Sieg an der „radikalen Reifenwahl“ Stanges lag? Bühn wählte jedenfalls wie er selbst sagte die „Safety-Reifen-Variante“ und war damit auch zufrieden. „Diego Romero und das ganze Team haben einen super Job gemacht. Zwei Runden mehr, und ich hätte Stange gehabt“, sagte Bühn.

Related posts