Mit Minimalvorsprung ins Finale

Dass der neue Champion der Sidecar-Klasse so schnell feststehen würde, hatte wohl kaum jemand vermutet. Bis zuletzt waren es vier Teams, die sich allesamt berechtigte Hoffnungen auf den deutschen Meistertitel 2015 machen konnten. Im Jahresendspurt blieb dann doch einer nach dem anderen auf der Strecke.

Mike Roscher und Anna Burkard (RSC Roscher/Burkard) traten in Schleiz aufgrund eines gleichzeitig stattfindenden WM-Laufs nicht an und vergaben so auf den letzten Metern ihre Titelchancen. Uwe Gürck und Manfred Wechselberger (Polizeisportverein Wels Gürck Racing) entschieden sich gegen den WM-Lauf und für Schleiz und bauten mit einem zweiten Platz ihre Führung aus. Ihre ärgsten Konkurrenten Andre Kretzer und Jens Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC) stürzten auf dem Schleizer Dreieck und mussten aufgrund einer Handverletzung des Fahrers auch das Rennen in Assen ausfallen lassen.

Nun lag die Entscheidung zwischen Gürck/Wechselberger und Josef Sattler mit Uwe Neubert (Sattler Motorsport). Als sich Vorjahreschampion Josef Sattler sowohl in Schleiz als auch im Sprintrennen in Assen an die Spitze setzte, schmolz der Vorsprung von Gürck/Wechselberger dahin.

Das Sonntagsrennen in Assen über die volle Distanz wurde mit Spannung erwartet. Doch Sattler/Neubert mussten aufgrund eines technischen Defekts kapitulieren und Gürck/Wechselberger vollendeten das Werk, an dem sie seit Saisonbeginn gearbeitet hatten mit der vorzeitigen Entscheidung der Meisterschaft.

Spannend bleibt der Kampf um den Vizemeistertitel. Denn Roscher/Burkard haben nur einen halben Punkt mehr auf dem Konto als Sattler/Neubert.

Related posts