Meggle und Geitner siegen in Schleiz

So spektakulär ging es in der Moto3 Klasse lange nicht zu. Ein kleines Starterfeld, aber ein absolut feines.

Eigentlich wollte sich Matthias Meggle (Freudenberg Racing Team) endlich an seinem Teamkollegen Tim Georgi vorbeiarbeiten. Stattdessen bekam der Allgäuer plötzlich von hinten Konkurrenz. Philipp Freitag (F. Koch Rennsport & Hannes Allwardt) machte Meggle zuletzt auf dem Sachsenring den zweiten Platz streitig. Meggle gegen Freitag lautete also das neue Duell, das auf dem Schleizer Dreieck in die Verlängerung ging. Meggle konnte das gar nicht recht sein. Er wollte weder zweite noch dritte Plätze, sondern endlich einmal den Sieg in der Moto3 Standard-Klasse. Schon vorab sagte er, dass ihm das Schleizer Dreieck liege und er hier seine Chance nutzen wolle. Mit Walid Soppe (Eveno Racing) kehrte jedoch ein weiterer harter Gegner zurück ins Standardfeld.

Die drei Moto GP-Piloten Jonas Geitner (Freudenberg Racing Team), Ernst Dubbink (Ernst Dubbink Eveno Racing) und Martin Gbelec (Ariane Racing Factory) starteten stark. Dahinter reihten sich Soppe, Georgi, Meggle und Freitag ein. Soppe vermasselte sich das Rennen jedoch gleich zu Beginn mit einem Frühstart. Die vermeintliche Führung im Standardfeld ging spätestens bei der Straffahrt durch die Box verloren. Jonas Geitner konnte sich an der Spitze zunächst absetzen, doch der Abstand zwischen ihm und Ernst Dubbink schmolz kontinuierlich dahin. Der Niederländer gab richtig Gas und vergrößerte die Lücke zu Gbelec deutlich. Georgi, Freitag und Meggle fuhren Rad an Rad ihre Runden, Meggle und Freitag tauschten mehrmals die Position. In der neunten Runde musste Georgi Freitag und Meggle den Vortritt lassen und kurz darauf zog Meggle wieder an Freitag vorbei. Doch alle drei blieben dicht beisammen.

Währenddessen hatte sich an der Spitze ein Kampf um Position eins entwickelt. Ernst Dubbink fuhr längere Zeit bei Geitner im Windschatten mit. Vier Runden vor Schluss holte sich Dubbink die Führung, konnte sich aber nicht absetzen. In der vorletzten Runde übernahm Geitner wieder das Kommando. Das Dreiergespann Meggle, Freitag und Georgi hatte die Reihenfolge nun lange beibehalten. Absetzen konnte sich Meggle jedoch nicht. Soppe hatte unterdessen in einer rasanten Aufholjagd eineinhalb Minuten gut gemacht und nahm Kurs auf das Trio. Doch die Zeit reichte nicht mehr.

Geitner siegte mit 0,7 Sekunden Vorsprung vor Ernst Dubbink und Martin Gbelec. In der Standardwertung siegte Meggle mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor Freitag, Georgi und Soppe. Meggle feierte am Mittwoch zuvor seinen fünfzehnten Geburtstag und beschenkte sich somit nachträglich selbst.

Jonas Geitner: „Das war heute nicht so entspannt. Ich hätte nicht gedacht, dass Ernst so dagegenhalten kann. Es war ein sehr schönes Rennen und ich liebe diese Strecke.“

Matthias Meggle: „Ich war in Schleiz immer schnell, bin aber bisher zweimal gestürzt. Dass es jetzt mit dem Sieg geklappt hat, ist der Hammer. Ich will noch mehr gewinnen.“

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