Max Neukirchner strahlt in der Hitze von Schleiz

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Max Neukirchner (3C-Racing Team) war der Mann des Tages zu Beginn der zweiten Halbzeit in der SUPERBIKE*IDM. Auf dem Schleizer Dreieck gewann er auf der Ducati 1199 Panigale R die Superpole und auch das erste Rennen in der Klasse Superbike.

Gute 5,9 Sekunden früher als der Rest sah Max Neukirchner die Zielflagge nach 18 Runden. Selbst Teamkollege Xavi Forés, Spitzenreiter im Gesamtklassement hatte nichts dagegenzusetzen. Der Spanier verlor erst einmal mehrere Positionen nach dem Start und kam als Fünfter aus der ersten Runde zurück. Zur Halbzeit hatte er aufgeholt und führte die Meute hinter Neukirchner an, wobei er in erster Linie Titelverteidiger Markus Reiterberger im Zaum halten musste. Nur Neukirchner, Forés und Reiterberger fuhren wie entfesselt 1:25er-Zeiten. Neukirchners drehte seine schnellste Runde sogar in 1:24,806 min auf dem 3.805 Meter langen Kurs.

Michael Ranseder (Honda Holzhauer Racing Promotion) brachte nach dem Doppelnuller vom Nürburgring zur Freude seines Teamchefs Jens Holzhauer die Fireblade in Schleiz heil ins Ziel – und das als Vierter. Ihm saß Gareth Jones (Yamaha Motor Deutschland) im Nacken. Der Australier war an Stelle von Luca Hansen im Team engagiert. Um den sechsten Platz kämpften Stefan Nebel (Wilbers-BMW Racing) und Kawasaki-Pilot Damian Cudlin (Weber-Diener-Racing) miteinander. Nebel war schließlich im Vorteil.

Zum Pechvogel mutierte 3C-Racing Team-Neuzugang Lorenzo Lanzi. Aus der ersten Runde als Dritter zurückgekehrt und später lange auf Position vier notiert, bekam der Italiener in den letzten drei Runden Probleme und fiel auf den achten Platz zurück.

Ohne Punkte blieb Yamaha-Haudegen Matej Smrz. Elektronik-Probleme quälten den Tschechen auf der R1 im Training und auch im Rennen.

Max Neukirchner: „Endlich habe ich mal ein Rennen mit richtig ordentlichem Vorsprung gewinnen können. Ich konnte von Anfang an voll durchziehen. In den letzten zwei Runden habe ich das Tempo aber ein wenig rausgenommen. Ich wollte auch kein Risiko beim Überholen von überrundeten Fahrern eingehen.“

XaviForés: „Das war das wohl anstrengendste Rennen des Jahres. Diese Hitze ! Bin ich in Spanien oder Deutschland? Nach meinem schlechten Start musste ich sehr pushen, um erst einmal an Markus Reiterberger, der auf dem zweiten Platz war, vorbeizukommen. Max war heute einfach zu schnell. Ihn einzuholen, war unmöglich.“

Markus Reiterberger: „Ich war Dritter in der ersten Kurve und in den ersten beiden Runden direkt hinter Max. In der dritten habe ich mich verschalten und war im Leerlauf. Die 18 Runden waren mächtig lang. Ich bin am Limit gefahren, mehr ging nicht. Es war richtig geil!“

 

 

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