Max Neukirchner ist fit für Oschersleben

Eine Woche vor dem SUPERBIKE*IDM-Wochenende in der Motorsport Arena Oschersleben vom 20. bis 22. Juni reiste Superbike-Pilot Max Neukirchner zusammen mit seinem spanischen Teamkollegen Xavi Forès und dem Team 3C-Ducati in die Magdeburger Börde, um die Strecke von Oschersleben kennenzulernen.

Neukirchner war zuletzt im Jahr 2007 dort im Rahmen der IDM  unterwegs gewesen und musste sich erst einmal neu orientieren. «Aber nach der langen Zeit hat das sehr gut geklappt», freut sich der Sachse. «Wir kamen beide recht schnell gut zurecht.»

Für den Ducati-Piloten hat die Strecke von Oschersleben einen ganz speziellen Charakter. «Man fährt dort um den Kurs und denkt, es geht irgendwie nicht mehr schneller», erklärt Neukirchner. «Und plötzlich purzeln die Zeiten. In den lang gezogenen Kurven kann man viel falsch machen. Zum Beispiel die Triple links. Wenn man da falsch rein fährt, ist alles was danach kommt im Eimer.»

Nach Ansicht von Neukirchner, derzeit Zweiter in der Meisterschaft, muss auch die Einfahrt in die Schikane sitzen. Denn sonst kommt man auch auf die Gegengerade nicht richtig raus. Der IDM-Termin in Oschersleben ist neben den Events auf dem Lausitzring und auf dem Schleizer Dreieck für den Sachsen ziemlich heimatnah gelegen. Sicherlich werden in Oschersleben auch zahlreichre Fans anreisen. «Klar freue ich mich, wenn viele Zuschauer kommen», versichert Neukirchner. «Ich muss mich natürlich voll auf mein Rennwochenende konzentrieren.»

Für eine Renntaktik ist es nach dem einen Testtag noch zu früh. «Doch ich glaube nicht, dass in Oschersleben einer vorne wegfahren kann», überlegt der Ducati-Pilot. «Ich kann mich noch an das Jahr 2007 erinnern, als ich mit dem Österreicher Martin Bauer und dem Norweger Kai Borre Andersen einen übelsten Dreikampf hatte. Das wird in diesem Jahr so ähnlich sein. Dann hoffentlich mit meinem Teamkollegen und mir.»

Neukirchner und Forés sind bei den vergangenen Rennen schon öfters miteinander an der Spitze unterwegs gewesen. «Ich würde sagen», so Neukirchner, «dass man seinen eigenen Teamkollegen nicht ganz so hemmungslos angreift.»

Zur Entspannung vor dem Oschersleben-Auftritt gönnte sich Neukirchner dann am Sonntag nach dem IDM-Test noch einen 85-Kilometer langen Rad-Marathon auf den 1.700 Meter hochgelegenen Fichtelberg. Der Sachse war mit Unterstützung seines langjährigen Sponsors Sparkasse Chemnitz und dem Team Little John Bike einer von 600 Startern. «Irgendwo zwischen Platz 50 und 70 bin ich abgekommen», erklärt Neukirchner. «Diese Strecke fahre ich normalerweise einmal in der Woche. Aber dieses Mal ging es auf Zeit und man will ja auch mit den anderen mithalten. Meine Fitness hat gepasst, aber meine Beine waren am Ende komplett zu.»

Bis zum SUPERBIKE*IDM-Wochenende in Oschersleben hat sich Neukirchner sicherlich wieder von der Rad-Tour erholt und wird seine Erkenntnisse aus dem Testtag in ein optimales Trainings- und Rennergebnis ummünzen.

 

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