Matej Smrz und Erwan Nigon beenden Durststrecke

news 2013-06-16 PodiumSBK

Das erste Rennen ging zu Gunsten des Tschechen Matej Smrz (Team Yamaha Motor Deutschland by Monster Energy) aus. Mit einem Blitzstart aus der ersten Reihe setzte er sich an die Spitze des Feldes vor BMW-Fahrer Damian Cudlin (RAC Racing) sowie die VanZon-Teamkollegen Arie Vos, Erwan Nigon und Markus Reiterberger. Danach folgte mit Freddy Foray der erste Honda-Fahrer.

In der siebten Runde hatte sich Nigon an die Spitze des Feldes gekämpft. Gleichzeitig wurde er mit einer Zeitstrafe von 20 Sekunden belegt. Die Rennleitung hatte einen Frühstart bei ihm festgestellt, der nach eindringlicher Prüfung offiziell gemacht wurde.

In der elften Runde kam zur Abwechslung wieder Smrz als Führender zurück. Er blieb bis zum Ende auf der Position. Optisch kam hinter ihm Erwan Nigon ins Ziel, doch wegen der Zeitstrafe wurde der Titelverteidiger in der Statistik bis auf den elften Platz durchgereicht. Rookie Markus Reiterberger erbte den zweiten Platz. Der Meisterschaft-Führende Damian Cudlin wurde Dritter.

Derweil fuhr ein paar Ränge weiter hinten Stefan Nebel vom Wilbers-BMW-Team mit der HP4 immer schneller. Es war nur noch eine Frage der Zeit, wann er Arie Vos einholt. Nebel gelang es bis zum Ende sogar, sich noch auf den vierten und damit bislang besten Platz in dieser Saison zu schieben.

Im zweiten Lauf ließ Nigon nichts mehr anbrennen. Er hakelte sich rundenlang mit Smrz, doch der Tscheche konnte ihm auf Dauer nicht folgen. Während sich Nigon den ersten Saisonsieg sicherte, war Smrz im Gedrängel auf die sechste Position abgerutscht. Am Ende stand ein reines BMW-Podium mit Fahrern aus drei Ländern fest. Nigon siegte vor dem Australier Damian Cudlin und dem Deutschen Markus Reiterberger. Michael Ranseder (Holzhauer Racing Promotion) stürzte mit der Honda in der ersten Runde, Stefan Nebel mit der Honda HP4 im sechsten Umlauf. Als Freddy Foray mit seiner Honda Fireblade wegen eines vermuteten Kupplungsdefekts ausfiel, war das Wochenende zumindest für das Holzhauer-Team gelaufen.

Matej Smrz (1./6.): „Ein Sieg war nach den drei Nullern bei den ersten zwei Veranstaltungen bitter nötig. Die Yamaha lief perfekt. Der sechste Platz im zweiten Rennen hätte nicht sein müssen. Wenn die Streckenposten die blaue Flagge schwenken, bedeutet das für die langsamen Fahrer, dass sie Platz machen sollen für Fahrer, die überholen wollen. Aber das haben sie nicht getan und ich habe regelrecht festgesteckt.“

Erwan Nigon (11./1.): „Ich hätte zweimal siegen müssen. Leider ist mir der Frühstart passiert. Ich kann aber nichts gegen die Entscheidung der Rennleitung einwenden. Die Regeln sind nun einmal einzuhalten. Das ist wie im Straßenverkehr. Wenn man dort zu schnell fährt, wird man auch bestraft.“

Damian Cudlin (3./2.): „Ich bin im zweiten Lauf wesentlich besser zurechtgekommen. Vermutlich war das Fahrwerk im ersten Lauf der Auslöser, dass ich am Anfang unfreiwillig Wheelies produziert habe.“

Die Meisterschaftstabelle wird von den drei BMW-Kollegen Cudlin, Reiterberger und Nigon angeführt. Auch in der Markenwertung liegt BMW vorn.

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