Kurt Hock übernimmt Tabellenspitze

Kurt Hock mit Beifahrer Enrico Becker

Kurt Hock mit Beifahrer Enrico Becker Oschersleben, 21.06.2014

So voll war die Strecke lange nicht. Satte 25 Sidecar-Teams kämpften bei der SUPERBIKE*IDM in Oschersleben am heutigen Samstag um Bestzeiten. Kurt Hock/Enrico Becker (LCR-Suzuki) räumten im turbulenten ersten Lauf des Wochenendes die höchstmögliche Punktzahl ab. Sie sind damit die neuen Führenden in der Meisterschaftswertung.

In Abwesenheit des in Rijeka beim WM-Lauf vor einer Woche verunfallten Spitzenteams Jörg Steinhausen/Axel Kölsch blieb das Feld im Training enger zusammen. Und in der Gesamtwertung wirkte sich das Fehlen des Vizeweltmeisters von 2012, der länger pausieren wird, auch bereits aus.
Die Spitzengruppe, bestehend aus André Kretzer/Jens Lehnertz (LCR Suzuki), Kurt Hock/Enrico Becker sowie Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki), lag in der Jagd um die schnellste Trainingszeit innerhalb einer Sekunde. Titelverteidiger Kretzer steigerte sich in der zweiten Session um ganze drei Sekunden. In der ersten hatten ihm immer andere Teams im Weg gestanden.

Im Rennen überschlugen sich die Ereignisse. Das erste wurde in der zehnten Runde abgebrochen. Phil Croft hatte seinen Beifahrer Sam Nicholas verloren. Es erfolgte eine Zwischenwertung nach der neunten Runde, in der Hock vor Kretzer und Sattler geführt hatte.

Sidecar-Neuling Patrick Vincon (Rennteam Eilers), der die Kontrolle über das OSR-Suzuki-Gespann verlor und mit seinem Beifahrer Manuel Hirschi abschmierte. Es kam der nächste Abbruch. Zuvor hatten Kretzer/Lehnertz in Führung gelegen, doch durch die Addition der Zeiten aus den absolvierten beiden Sessionen rutschten sie im Gesamtergebnis wieder auf den zweiten Platz hinter Hock/Becker zurück, die jetzt auch in der Gesamtwertung führen und Steinhausen entthronten.

Kurt Hock: „Wir hatten zwei super Starts. Im zweiten Teil des Rennens musste ich nur hinter Kretzer bleiben. Dass ich in der Addition vor ihm sein musste, war mir schon klar, nachdem ich im ersten Turn sieben Sekunden Vorsprung vor ihm hatte.“
André Kretzer: „Der zweite Platz ist nicht das, was ich wollte. Aber ich musste Hock im ersten Anlauf ziehen lassen, weil ich zu sehr mit Josef Sattler zu kämpfen hatte. Im zweiten Teil habe ich damit gerechnet, dass Hock hinter mir bleibt. Er war aber immer an meinem Hinterrad dran.“

Josef Sattler: „Wir sind voll zufrieden. Endlich stehen wir mal auf dem Siegerpodest. Und unsere Starts waren einfach geil.“

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