Kretzer / Lehnertz wenden das Blatt und sind Meister

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Mit Kretzer / Lehnertz ist das mit Abstand jüngste Sidecar-Team neuerSUPERBIKE* IDM-Champion. Kretzer zählt 28 Lenze, Lehnertz feiert Ende Oktober seinen 24. Geburtstag. Mit fünf Punkten Rückstand auf Roscher / Neubert zog die hessisch-rheinländische Kombination in den Kampf. Mit einem Vorsprung von vier Zählern kam sie nach 14 Rennrunden ins Ziel.

In den ersten sieben Umläufen gaben Hock / Becker das Tempo an der Spitze vor. Die Schweizer Jakob Rutz / Thomas Hofer versuchten dranzubleiben, wurden aber schon in der zweiten Runde von Kretzer / Lehnertz verdrängt. In der zweiten Halbzeit feierten die Youngster ihren großen Triumph, indem sie sich zuerst Hock / Becker schnappten und später nicht nur das Rennen, sondern auch die Gesamtwertung gewannen. So wurde das Team Hock / Becker, das sich eigentlich aus dem Titelkampf heraushalten wollte, nun doch zum Zünglein an der Waage. Denn als zweitplatziertes Duo sorgten sie genau für den Abstand zwischen Kretzer / Lehnertz und Roscher / Neubert, der den Youngstern Kretzer /Lehnertz zum Titelgewinn verhalf. Roscher wirkte bei der Siegerehrung sichtlich angesäuert.

Mit einem Granatenstart aus der zweiten Reihe hatte Dieter Eilers samt Beifahrer Michael Prudlik das letzte Saisonrennen 2013 begonnen. Es war gleichzeitig das Ende seiner Karriere als fest eingeschriebener Sidecar-Pilot in der SUPERBIKE*IDM. Eilers Position an der Spitze war zwar kurzweilig, aber ein respektvoller Abschied, bevor der 52-Jährige wegen eines technischen Defekts nicht ins Ziel kam. Eilers stieg 1996 in die Deutsche Meisterschaft ein. 2001 und 2002 bestritt er die Seitenwagen-Weltmeisterschaft. Im Anschluss daran kehrte er in die nationale Serie zurück. Mit dem Ostfriesen aus Wiesmoor hängt ein Sidecar-Urgestein den Helm an den Nagel. Ganz ohne die Rennerei wird es bei Eilers aber auch in Zukunft nicht laufen. Zumindest auf dem Schleizer Dreieck wird er noch aktiv, wenn auch als Gastfahrer.

 

André Kretzer: „Wir haben zu Beginn des Rennens ein paar Fehler gemacht, konnten uns aber immer wieder in die Nähe von Hock / Becker zurückarbeiten. Ich hatte mir schon einen Plan zurechtgelegt, wo ich die Beiden überholen kann, doch dann ist Kurt Hock mit seinem Gespann eingangs der Start-Ziel-Geraden leicht aufgestiegen. Das habe ich natürlich sofort ausgenutzt. Der Titelgewinn fühlt sich super an. 2014 wollen wir ihn verteidigen.“            

Kurt Hock: „André Kretzer ist saustark gefahren. Ja, wir wollten nicht in den Titelkampf eingreifen, doch manchmal liegt zwischen Plan und Umsetzung einiges dazwischen.“ 

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