Klammheimlich zu IDM Supersport-Spitze – Tatu Lauslehto

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Den Finnen Tatu Lauslehto hatten vor der Saison nur wenige auf der Rechnung, wenn es um den Favoriten-Kreis der IDM Supersport ging. Doch nun, nach 10 von 16 Läufen im 2012er Championat, führt der Yamaha-Pilot die Wertung an. Lauslehto kam bislang nur auf dem Nürburgring nicht richtig in Fahrt, musste dort mit einem Nuller aus Lauf 1 und einem fünften Platz im Sonntagsrennen das bislang schlechteste Wochenende des Jahres verdauen.

Ansonsten mischte der 28-jährige immer ganz vorn mit, starte schon auf dem Lausitzring mit zwei Podesten (3./2.) in die Saison. Auf Rang drei am Samstag in Oschersleben folgte schließlich der Sieg. Allerdings hatten gerade die Supersportler auch mit widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen, was manch erfolgreichem Fahrer gern einmal vorgeworfen wird.

Lauslehto stopfte aber spätestens bei den letzten beiden Wochenenden in Österreich und den Niederlanden allen den Mund: Bei bestem Motorradwetter, Sonnenschein, Hitzeschlachten und angenehmen Temperaturen, holte er aus vier Rennen drei Siege, einen zweiten Platz und damit die klare Tabellenführung. Der Yamaha-Pilot aus Järvenpää führt nach Assen mit 183 Punkten und hat damit 23 Zähler Vorsprung auf Kawasaki-Ass Daniel Sutter.

Der Finne kam 2008 in die IDM SUPERBIKE, nachdem er zuvor schon den EM-Titel in der Superport-Klasse hatte gewinnen und zwei Jahre Supersport-WM-Erfahrung aufbauen können. Der finnische Meistertitel im Superstock 600 im Jahr 2007 bewegte Lauslehto erneut zu höheren motorsportlichen Zielen. Seit 2009 fährt er in der IDM Supersport, holte dort im vergangenen Jahr den 7. Gesamtrang. Drei Jahre lang fuhr er maximal in Podestnähe, jetzt scheint er ein Abo gelöst zu haben.

In Assen gewann Lauslehto beide Läufe nach souveränen Fights. „Ich bin happy“, freute er sich am Samstagabend. „Ich hatte nur ein Ziel, ich wollte gewinnen. Und das hab ich auch durchgezogen. Ich war gut drauf und hab in den letzten Runden gesehen, dass ich schneller sein kann als Daniel, also hab ich versucht zu attackieren und konnte die Führung übernehmen.“

Und auch am Sonntag war der Yamaha-Pilot zufrieden. „Es war ein tolles Rennen, der Kampf mit Lino [David Linortner] und Daniel [Sutter] hat sehr viel Spaß gemacht. Als mich David Linortner überholt hat, habe ich gemerkt, dass er sehr rutscht und seine Reifen am Ende sind. Da konnte ich eine Gegen-Attacke reiten und mich dann sogar ein paar Meter absetzen.“

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