Kevin Wahr: Gaststart in der Superstock 600 fest eingeplant

«Jetzt gehe ich erst einmal noch ein paar Tage Skifahren», berichtete Kevin Wahr, kurz nachdem er Mitte Februar von Testfahrten in Spanien zurückgekehrt war. Nach der kurzen Verschnaufpause auf der Skipiste beginnt für Wahr  dann der Ernst des Lebens. Mit dem Supersport-WM-Lauf in Australien startet der Mann aus Nagold in seine zweite komplette Weltmeisterschafts-Saison. Im Jahr 2013 hatte Wahr mit einer privaten Yamaha den Titel in der IDM Supersport, heute Superstock 600 geholt, und konnte sich mit einer bisher nie dagewesenen Siegesserie den Weg auf die internationale Bühne ebnen.

Der SUPERBIKE*IDM ist der Schwarzwälder dennoch immer treu geblieben. Auch im Vorjahr tauchte er mit dem Team Kielbassa beim Saisonfinale auf und fuhr einen grandiosen Doppelsieg heraus. Auch wenn Kevin Wahr natürlich volle Konzentration auf die WM 2016 legt, er ist für das Team GEMAR Ballons -Team Lorini am Start, ist der IDM-Besuch schon jetzt fest eingeplant. Auf nationaler Ebene arbeitet er erneut mit dem Team Kielbassa aus Calw zusammen. «Ich war letztes Jahr mit einer privaten Honda bei einem Renntraining in Schleiz unterwegs», erinnert sich Wahr, «und da haben wir uns kennengelernt. Daraus entstand letztes Jahr unsere erste Zusammenarbeit und die setzen wir nun fort.»

«Natürlich muss ich das von meinem WM-Chef noch absegnen lassen», erklärt Wahr, «aber wir haben schon drüber geredet. Ich bin kein Freund von Renntrainings, da mir da meist schnelle Fahrer zum Vergleich fehlen. Ausserdem sehe ich so eine IDM-Teilnahme auch unter einem Sicherheitsaspekt. Es sind schnelle Fahrer unterwegs und wenn mal was passiert, sind ordentliche Ärzte vor Ort.»

Während der Supersport-WM 2016 gibt es zwei grössere Pausen. Optimal, um bei den Superstock 600 Rennen der SUPERBIKE*IDM am Nürburgring, in Schleiz und in Hockenheim teilzunehmen. Seine bisherigen Ergebnisse in der SUPERBIKE*IDM, in den letzten Jahren waren es fast ausschließlich Siege, sieht Wahr durchaus in einem realistischen Kontext. «Es kommt immer darauf an, wie man es sieht», überlegt er. «Der, der in der SUPERBIKE*IDM gewinnt, ist damit nicht automatisch auch die nächsten Jahre der schnellste Fahrer. Das ganze Paket muss einfach stimmen. Natürlich musste ich mich auch bei meinen Siegen beim Finale in Hockenheim letztes Jahr anstrengen. Aber ich konnte konstant fahren. Mit meiner privaten Honda wäre es da schon eng geworden.»

Zur Vorbereitung auf seine WM-Saison war Wahr zwei Mal in Spanien unterwegs. Zusätzlich hatte er sich Zeit für die eine oder andere Runde Moto Cross genommen. «Mit ein paar Freunden haben wir uns Pitbikes zusammengebaut, so eine Art umgebaute Teenie-Crosser mit 12 Zoll Slicks», erzählt er. «Das ist ein gutes Training und wenn man mal runterfällt tut’s nicht weh. Vor allem in Spanien gibt es das viel und man kann auch in Karthallen damit fahren. Man ist schneller als mit dem Supermoto.»
Das Flugzeug in Richtung Australien und WM-Auftakt hebt für Kevin Wahr am 19. Februar ab.

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