Keine Zeit für Freizeit

Mit seinem Wildcard-Einsatz in der Superbike-WM beendete SUPERBIKE*IDM Champion Markus Reiterberger vergangenes Wochenende die Saison. Auf der Strecke von Magny-Cours sammelten der 21-Jährige und sein Team nochmals viele Daten und Erfahrungen, um für die kommende Saison in der WM gut vorbereitet zu sein. „Das war richtig gut für das ganze Team“, sagt Reiterberger. „Außerdem hat es Spaß gemacht. Ich habe viel ausprobiert und mich in jedem Training gesteigert.“

Das Wochenende sieht er positiv, auch wenn in den Rennen nicht alles nach Plan lief. „Angeblich habe ich eine schwarze Flagge überfahren und musste im ersten Rennen vom letzten Startplatz starten. Beim Warm-up habe ich Öl verloren. Der Öldruckschalter ist gerissen und ich habe es nicht gemerkt. Im Regen hatte ich dann auch noch kein Gefühl für das Motorrad. Das Rennen war also schon am Anfang vorbei.“ Platz 21 war die magere Ausbeute.

Reiterberger hakte den ersten Lauf schnell ab und konzentrierte sich auf den zweiten. Dann war die Strecke weitgehend trocken. Ganz reibungslos verlief es dennoch nicht. „Platz zehn oder elf wäre möglich gewesen. Aber ich kam zweimal in einen Viererpulk und musste weit gehen. Einmal hatte ich eine Berührung und musste durch den Notausgang, wo ich ein paar Sekunden verlor.“ Am Ende reichte es für den 13. Platz.

Jetzt freut sich Reiterberger auf die kommenden Monate – auch wenn die mit Erholung nicht viel zu tun haben werden. „In nächster Zeit werde ich Training mit Spaß verbinden. Ich fahre Speedway und Enduro und Ende Oktober geht’s mit ein paar Kumpels nach Ungarn zum Motocross fahren. Klar muss man da aufpassen wegen der Verletzungsgefahr, aber das ist einfach das beste Training.“ Zudem lässt er sich ein Fitnessprogramm erstellen. „Ich habe dieses Jahr mehr gemacht als je zuvor. Aber das ist immer noch zu wenig. Jetzt muss ich mich weiter steigern.“ Dann sollte einem perfekten Start in Reiterbergers erste Saison in der Superbike-WM 2016 nichts mehr im Wege stehen.

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