Karthin siegt eiskalt

Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) hatte auf dem Schleizer Dreieck immer noch mit seiner Handverletzung zu kämpfen. Er verletzte sich Ende Juni beim Supermoto-Training das Mond- und Kahnbein. Eine OP war nicht erforderlich – doch der Heilungsprozess zog sich länger hin als gedacht. Dennoch kehrte Karthin in Schleiz zurück ins SuperNaked-Feld. Am Samstag musste er den Sieg aber Udo Reichmann (Völpker NRT 48) überlassen, der das Schleizer Dreieck sehr gut kennt und schätzt. Am Sonntag griff Karthin dann nochmals richtig an. Dieses Mal mit tiefgekühlten Armen. „Ich habe sie mit Kälte betäubt, damit ich besser durchhalte als im ersten Rennen“, sagte Karthin später. Der Start gelang und Karthin kämpfte sich gleich an einigen Supersport 600-Fahrern vorbei. Reichmann positionierte sich an zweiter und Ralf Waldmann (Triple-M by Barni) an dritter Stelle. Doch schon nach der zweiten Runde war das Rennen für Waldmann gelaufen. Er musste an die Box. Zwar kam er später auf die Piste zurück, mehr als neun Runden waren aber nicht mehr drin. Dafür fochten Karthin und Reichmann einen spektakulären Kampf aus. Vier Runden vor Schluss ging Reichmann in Führung. Zwei Runden später nutzte Karthin die Gunst der Stunde, ging an Reichmann vorbei und fuhr den Sieg mit 0,033 Sekunden Vorsprung nach Hause. „Wir haben bis zum Schluss gebattlet“, sagte Karthin. „Als ich Udo dann in der vorletzten Runde zurücküberholen konnte, habe ich die Tür zugeschmissen. Den größten Verdienst hatte heute mein neuer Dunlop-Hinterreifen, der hat super gehalten und den Sieg ermöglicht.“

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