Interview: IDM-Rückkehrer Damian Cudlin will alles geben

Damo280

Beim Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft wird der Australier Damian Cudlin im RAC Racing BMW-Team seinen Landsmann Troy Herfoss ersetzen. Der frisch gebackene Vizeweltmeister der FIM Endurance World Championship und IDM Supersport-Meister von 2010 freut sich schon auf diese Chance. Bei den 24 Stunden von Le Mans traf IDM.de Cudlin zum Interview.

Damian, eine neue Chance in der IDM SUPERBIKE in Hockenheim – wie fühlt sich das an?

Es fühlt sich großartig an, zurück in die IDM zu kommen. Weißt du, das ist eine wirklich besondere Rennserie für mich. Ich hatte in der Vergangenheit viele tolle Momente und großartige Erinnerungen da. Ich liebe das Fahrerlager, habe viele tolle Freunde da und bin schon ganz gespannt darauf. Ich habe die ganze Saison auf eine gute Möglichkeit in einem guten Team gewartet und endlich ist das mit der BMW möglich geworden. Das ist natürlich auch sehr schade für Troy [Herfoss], denn er ist ein guter Freund von mir und ein australischer Landsmann. Aber das Business, welches sie zusammen haben, hat nichts mit mir zu tun. Für mich ist das einfach eine Chance zurückzukommen und die Saison auf einem guten Motorrad zu Ende zu bringen und hoffentlich kann ich beweisen, dass ich in der IDM immer noch schnell bin. Vielleicht führt das ja auch zu irgendwas für das nächste Jahr.

Troy Herfoss hat ja gezeigt, dass dieses Motorräder für Podestplätze gut ist. Macht das jetzt etwas Druck auf Dich?

Nein, ich habe da keinen Druck. Es ist immer schwer, wenn du zum ersten Mal an einem Rennwochenende auf einem für Dich neuen Motorrad sitzt und wenn du keine Zeit hast vielleicht die Dinge zu testen, die du an einem Rennwochenende normalerweise ausprobierst. Aber ich habe viel Erfahrung mit vielen verschiedenen Motorrädern in meiner ganzen Karriere. Ich habe das schon oft gemacht: An die Rennstrecke gekommen und einfach mit einem mir neuen Motorrad losfahren. In der Vergangenheit ist das für mich auf gut gegangen. Ich kenne die BMW ziemlich gut, ich kenne Hockenheim. Ich muss vielleicht beim White Power Fahrwerk etwas lernen und vielleicht auch wieder etwas mit den Dunlop-Reifen. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Setup finden können. Das Motorrad ist wirklich konkurrenzfähig, Troy und Ghisbert [van Ginhoven] haben gezeigt, dass es für Siege gut ist. Ich werde einfach mein bestes geben, ich habe nichts zu verlieren und dann schauen wir, was passiert.

Ist es für Dich ein Vorteil, dass du als Gaststarter keine Punkte bekommst und du somit „frei gewinnen“ kannst und dir keine Gedanken um die Jungs machen musst, die um den Titel kämpfen?

Naja, es wäre auch egal, wenn ich Punkte bekommen würde. Ich werde für niemanden fahren, ich werde nur für mich fahren. Die Meisterschaft hat nichts mit mir zu tun. Ich komme da hin und will das beste Resultat holen, was ich nur kann. Der Rest, was in der Meisterschaft passiert, liegt an den anderen Jungs. Ich habe nichts zu verlieren. Ich werde voll pushen und schauen, was passiert.

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