Gute Schule in Deutschland

Philipp Öttl und Dominique Aegerter sind sich einig: Die deutsche Moto3 Standard / Moto3 GP ist die beste Schule auf dem Weg in die Weltelite.

Philipp Öttl fuhr 2010 und 2011 in der 125ccm Klasse der Internationalen Deutschen Meisterschaft. Heute fährt der 19-Jährige seine dritte Saison in der Moto3-Grand-Prix-Klasse. „Auch ich habe in der deutschen Meisterschaft angefangen. Damals fuhren wir noch 125ccm Maschinen“, erinnert er sich zurück.

Die kleine Kategorie der IDM war zu dieser Zeit sehr stark besetzt und hart umkämpft. „Die Konkurrenz war sehr hoch und das hat mir dabei geholfen zu lernen, mich durchzusetzen und mich auch an ihnen zu messen. Alle waren sehr schnell und auf ähnlichem Material unterwegs. Ich denke nicht, dass ich heute in der Moto3-Weltmeisterschaft wäre, wenn ich diese Schule zuvor nie durchlaufen hätte“, so Öttl weiter.

Der Umstieg von 125ccm auf Moto3 Maschinen ist laut dem GP-Piloten auch in Deutschland enorm wichtig. „Aus der Moto3 kommt einfach der Nachwuchs für alle Klassen, sei es Supersport, Superbike, Moto3, Moto2 oder MotoGP. Diese Kategorie ist unglaublich wichtig, denn alle jungen Talente kommen von dort“, betont Öttl.

Dominique Aegerter, der seine Karriere wie Öttl zunächst im ADAC Junior Cup und dann in der kleinen Kategorie der IDM angefangen hat, kann seinem WM-Kollegen nicht widersprechen. „Die Moto3 ist wichtig für den Nachwuchs“, bestätigt der Schweizer, für den der Weg nach Deutschland immer am praktischsten war. „Für mich war es die beste Lösung. Deutschland ist nicht so weit weg von der Schweiz. Das Niveau war damals ziemlich gut.“

Aegerter fuhr 2002 und 2003 im ADAC Junior Cup und in der 125ccm Klasse der IDM. „Dabei lernt man alles, was man später braucht: die Abläufe, das Gefühl zum Motorrad, und sammelt Erfahrungen. Man fängt klein an und muss sich eigentlich alles selbst erarbeiten und Erfahrungen sammeln“, schildert der heutige Moto2-Pilot weiter.

Außerdem begrüßt auch Aegerter den Umstieg von 125ccm Maschinen auf Moto3-Motorräder. „Die werden dann später in der Weltmeisterschaft eingesetzt. Das ist enorm wichtig für den Nachwuchs, gleich ein richtiges Gefühl dafür zu bekommen. Ob Stefan Bradl, Sandro Cortese, Michael Ranseder, Dario Giuseppetti, alle sind IDM gefahren, bevor sie ihre internationale Karriere begonnen haben, das zeigt, wie gut die Schule in Deutschland ist“, ergänzt er.

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