Gines und Trautmann siegen in Assen

Lukas Trautmann vom Freudenberg Racing Team ist wieder hundertprozentig fit. Dass der 19-Jährige sich von seinem Wadenbein- und Mittelhandbruch vom Saisonbeginn endlich vollständig erholt hat, ließen schon seine Leistungen in Schleiz erahnen. In Assen setzte der Salzburger mit der Trainings-Bestzeit erneut ein Ausrufezeichen. Das Qualifying verlief jedoch gar nicht nach Wunsch und so musste Trautmann von Startplatz elf ins Rennen. Vor ihm Stefan Kerschbaumer (Leitwolf.cc Racing), der den fünften und besten Startplatz des Superstock-Feldes innehatte, Lokalmatador Danny de Boer (Team SWPN) und der Gesamtführende Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service). Trautmann blieb aber nicht lange hinten, er arbeitete sich Runde für Runde nach vorn. Kerschbaumer fiel gleichzeitig im Feld zurück. Schließlich ging Trautmann auch an de Boer und Gines vorbei und übernahm die Führung in der Stocksportwertung. Absetzen konnte er sich nicht, das Trio fuhr dicht hintereinander. Zudem schloss Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing) nach und nach auf. Auf den letzten Metern konnten Gines und de Boer plötzlich ungehindert an Trautmann vorbeiziehen und sich die Plätze eins und zwei sichern. Trautmann rettete gerade so den dritten Platz vor Fritz. „Ich hatte leider einen technischen Defekt am Schaltautomaten und damit hat das Motorrad kurze Aussetzer gehabt. Dann ist es vor dem Zielstrich komplett ausgegangen und ich bin von eins auf drei zurückgefallen“, sagte Trautmann. Indes freute sich Gines, die Meisterschaftsführung weiter ausgebaut zu haben: „Ich bin fit und fühle mich auf der Strecke wohl. Der Fight hat sehr viel Spaß gemacht. Mein Team hat wirklich hart für dieses Rennen gearbeitet.“

Seinen Ärger über den verpassten Sieg in Durchgang eins ließ Trautmann beim Start des zweiten Laufs raus. Er schoss von der elf vor auf Position sechs. Hinter ihm reihten sich Kerschbaumer, Gines, Fritz und de Boer ein. In der fünften Runde ging Fritz an Gines vorbei und krallte sich bald darauf auch Kerschbaumer. Von hinten arbeitete sich Lonbois Vincent an das Spitzentrio heran. Drei Runden vor Schluss ging der Belgier an Gines vorbei auf Position drei. Trautmann siegte vor Fritz und Vincent.

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