Fritz holt sich den Titelpokal

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Es ist entschieden. Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing, Yamaha) hat die Klasse Supersport gewonnen. Ein technischer Defekt an der ZX-6R von Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance) beendete das Kopf-an-Kopf-Duell zwischen dem Deutschen und dem Schweizer vorzeitig.

Mit einem Punkt Vorsprung in der Gesamtwertung war Marvin Fritz nach Hockenheim gereist, wo er als Lokalmatador bejubelt wurde. Der Titelkampf zwischen dem Gundelsheimer und Roman Stamm befand sich auf dem Höhepunkt. Doch die Entscheidung fiel nicht erst im letzten Rennen, sondern bereits im heutigen Lauf am Samstag.

Roman Stamm kam als Führender aus der ersten Runde zurück, Fritz lag auf dem fünften Rang. Nach drei weiteren Umläufen tauchte er als Zweiter hinter Stamm auf und sah dessen Ausfall nahen. Hinter der Kawasaki des Schweizers entwickelte sich eine Rauchwolke: Wasser lief aus. Stamm fuhr an die Box. Damit war der Titelkampf entschieden.
Fritz fuhr nach 17 Rennrunden als Sieger des Laufes und auch als Internationaler Deutscher Meister in der Supersport-Klasse über die Ziellinie.

Stefan Kerschbaumer (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) überquerte auf seiner Yamaha als Zweiter die Ziellinie, gefolgt von Lukas Pesek (Team Suzuki Stoneline-Mayer), der den verletzten Finnen Tatu Lauslehto ersetzte.

Marvin Fritz: „Ich war etwas aufgeregt vor dem Rennen und hätte nicht gedacht, dass die Entscheidung schon heute fallen würde. In der ersten Runde ist Pesek innen in die Kurve reingestochen, ich musste einen Bogen fahren und bin dadurch auf den fünften Platz zurückgefallen.  Ich konnte die Lücke zu Roman Stamm schnell schließen, aber so einen Ausgang im Finale hatte ich mir nicht gewünscht. Aber es muss eben alles zusammen passen, um zu gewinnen.  Bei mir war es in diesem Jahr so und jetzt bin ich einfach nur glücklich und mache Party.“

Im Training hatte Gastfahrer Trautmann die beste Rundenzeit vorgelegt und mit drei Hundertsteln Vorsprung vor Fritz dominiert, den wiederum drei Hundertstel von Stamm trennten.

Lukas Trautmann: „Wir haben uns noch einmal stark mit den Reifen und dem Fahrwerk der Yamaha beschäftigt. Unter den schnellsten Fünf des Trainings war ich einziger Dunlop-Fahrer.  Natürlich ist es super, wenn ich mich in Hockenheim auch in der Supersport-Klasse ganz vorne präsentieren kann, aber aus dem Titelkampf halte ich mich trotzdem raus. Das sollten die Fahrerkollegen wirklich unter sich ausmachen.“

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