Europas Motorradelite am Lausitzring

fahrerlager esl300
Klettwitz,02.05.2014

Zum Saisonauftakt kehrt die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft SUPERBIKE*IDM zurück nach Südbrandenburg. Auf dem Lausitzring liefert sich das „Who is Who“ der nationalen und internationalen Motorradszene vom 2. bis 4. Mai wieder heiße Duelle um einen der begehrten Plätze auf dem Siegerpodest. Bei den Rennen in insgesamt sieben Klassen gehen rund ein Dutzend Nationen an den Start. Auch das Rahmenprogramm garantiert Spaß und Action für die ganze Familie. Anwohner erhalten kostenlosen Eintritt.

Rennspeed in sieben Klassen
Namensgeber und Königsklasse der soundgewaltigen Veranstaltung ist erneut die Superbike mit den PS-stärksten Maschinen, die zusammen mit den 1000ccm-Bikes der Superstock-Serie starten. Reichlich Speed garantieren auch die bekannten Klassen Supersport 600 und Sidecar. Im ADAC Junior Cup powered by KTM drehen die jüngsten Fahrer kräftig am Gashahn. In der renommierten Nachwuchsserie startet unter anderem die Berliner Nachwuchs-Hoffnung Tim Georgi als Förderpilot der ADAC Stiftung Sport in seine erste Saison. Die weltweit älteste Markenserie im Motorrad-Rennsport ist der Yamaha R6-Dunlop-Cup, der 2014 in seine mittlerweile 37. Saison geht und mit seinem großen Starterfeld für mitreißende Kämpfe um die Positionen sorgen wird.

Packendes Programm
Jede Menge Action erwartet die Zuschauer auch im >> Rahmenprogramm << der Veranstaltung.

Hoffnungsträger und potentielle Wiederholungstäter
 
Max Neukirchner steht als einer der großen Titelanwärter auf der diesjährigen Superbike-Starterliste. Der Stollberger konnte bereits reichlich Erfahrungen in der Weltmeisterschaft sammeln und will in diesem Jahr den Pokal nach Sachsen holen.

Konkurrenz bekommt er von Markus Reiterberger aus Bayern, der sich in seinem SUPERBIKE*IDM-Premierenjahr 2013 als jüngster Fahrer aller Zeiten den ersten Platz in der Superbike-Klasse sicherte. 2014 will der Kfz-Mechaniker an seinen Erfolg anknüpfen, wenn ihm nicht Teamkollege Bastien Mackels einen Strich durch die Rechnung macht. Der belgische Superstock-Gewinner des vergangenen Jahres ist nun in die Superbike-Klasse aufgestiegen und ehrgeizig, auch hier den Titel abzuräumen. Die Siegertrophäe in den Händen halten wollen auch Stefan Nebel aus Nordrhein-Westfalen sowie der Österreicher Michael Ranseder, der die vergangenen drei Jahre jeweils den zweiten Platz bei den Suberbikes belegte.

Lucy Glöckner – Sächsin als einzige Frau im Superstock-Feld
Acht Jahre lang steht ihr Name schon auf den Starterlisten der SUPERBIKE*IDM – zunächst in der 125er-Klasse, dann im Yamaha Cup und seit 2012 in der Superbike-Klasse. Deshalb hat sich die 23-Jährige aus Sachsen auch längst an die Sonderrolle als einzige Frau gewöhnt. Vor vier Jahren schaffte das Powerpaket in der Lausitz eine kleine Sensation, als sie als erste weibliche Starterin überhaupt ein Rennen zum Yamaha R6-Dunlop-Cup gewann. Sie beendete das Jahr als Gesamtdritte, sicherte sich 2011 den Vize-Titel und schaffte es in ihren ersten beiden Jahren in der Superbike-Klasse gleich auf Platz 12 und zuletzt auf Platz 11. Von ihr darf man auch in dieser Saison einiges erwarten, wenn sie auf einer Superstock-BMW in der Königsklasse an den Start geht.

Berliner Tim Georgi will sich in Nachwuchsserie beweisen
Im ADAC Junior Cup powered by KTM kämpfen in diesem Jahr 27 Talente zwischen 13 und 20 Jahren um Meisterschaftspunkte. Vom 12. bis 16. April sammelten sie beim traditionellen Einführungslehrgang im italienischen Magione erste Erfahrung auf der neuen Viertakt-Maschine. Mit dabei war auch ein Berliner: Der 13-jährige Tim Georgi hat den Sprung in die Nachwuchsklasse geschafft und will als Förderpilot der ADAC Stiftung Sport nun beweisen, dass er auch mit der größeren Maschine klar kommt. Beim Auftakttraining in Italien ist ihm das gelungen. „Ich war selbst überrascht, wie gut ich mit dem neuen Motorrad zurechtgekommen bin. Jetzt freue ich mich riesig auf das Rennen vor heimischem Publikum am Lausitzring“, sagt Tim Georgi. Die Strecke liegt dem Berliner, und ein Top-Ten-Platz gleich im ersten Rennen scheint nach den positiven Trainingseindrücken durchaus realistisch.

Starter aus der Region wollen auch in anderen Serien angreifen: Im Yamaha R6-Dunlop-Cup, dem traditionsreichsten Markencup überhaupt, geht der Berliner Daniel Bergau an den Start. Und das Feld im MZ-Cup ist gespickt mit gleich mehreren Fahrern aus der Region rund um den Lausitzring.

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