Erster Trainingstag der SUPERBIKE*IDM: Neuverteilung der Favoritenrollen

Beim ersten Trainingstag der SUPERBIKE*IDM 2015 fiel am Freitag auf dem Lausitzring der Startschuss fürs Kräftemessen. Mit 19 Sessions in zwölf Klassen ist das Programm voll. Klare Tagesbestzeit fuhr Markus Reiterberger vom Team Van Zon-Remeha-BMW. Yamaha-Pilot Jan Bühn kehrt als Trainingsbester erfolgreich in die Klasse Supersport 600 zurück.

Reiterberger erneut als einziger unter 1:38 Minuten
Nach dem starken Auftakttraining fuhr Markus Reiterberger (BMW S 1000 RR) mit 1:37.219 Minuten seiner Konkurrenz auch unter Transponderpflicht davon. „Im Winter war vieles ungewiss. Dass ich jetzt mit Abstand vorneweg fahre und auch mit den Rennreifen schneller bin als im vergangenen Jahr, beruhigt mich. Aber man weiß nicht, was von den anderen noch kommt, da kann auch viel Taktik dabei sein“, sagt der 21-Jährige. Schnellster Ducati-Pilot war Xavi Forés mit einer Bestzeit von 1:39.835 Minuten. Besser lief es für Max Neukirchner. Er konnte sich über die drei Trainingseinheiten hinweg kontinuierlich steigern und erreichte letztlich mit 1:38.698 Minuten die zweitbeste Trainingszeit. „Wir sind absolut auf dem richtigen Weg und ein paar Zehntel können wir noch rausholen. Wir haben gute Ideen, um Elektronik und Fahrwerk zu verbessern. Das Team ist harmonisch und ich fühle mich sehr wohl“, sagt Neukirchner. Sein Teamkollege Damian Cudlin war mit 1:39.039 Minuten Drittschnellster.

Mehrere Superstock 1000-Fahrer auf Superpole-Kurs
Die Superbikes haben ernsthaft Konkurrenz: Sowohl Lukas Trautmann (Yamaha, Freudenberg Racing Team) als auch Mathieu Gines (Yamaha, Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) mischen das Vorderfeld der Topklasse ordentlich auf. Mit 1:39.915 Minuten war Trautmann schnellster Stock-Fahrer, knapp gefolgt von Gines mit 1:40.148 Minuten. Ebenfalls 1:40er-Zeiten legten der Niederländer Danny de Boer und Supersport-Aufsteiger Marvin Fritz (beide auf Yamaha YZF-R1M) hin. Alle vier landeten mit ihren Rundenzeiten in der Top Ten des Superbike- und Superstock 1000-Feldes.

Bühn als Trainingsbester zurück in der Klasse Supersport 600
Nach seinem Jahr in der spanischen Moto2-EM kehrt Jan Bühn (Team Räth Romero) erfolgreich in die Supersport 600 zurück. Mit seiner Yamaha YZF-R6 fuhr er die Tagesbestzeit von 1:43.839 Minuten und führt seine Klasse damit an. Jetzt will der 24-Jährige auch im Rennen vorne mitfahren. „Wir hatten Probleme mit dem Hinterrad und sind weiterhin am Schrauben. Aber ich bin mit unserem Team sehr zufrieden und wir werden definitiv noch schneller“, sagt Bühn. „Die Top Drei ist in dieser Saison auf jeden Fall drin.“ Dicht auf den Fersen ist ihm Tatu Lauslehto (Team Suzuki Stoneline-Mayer) auf der Suzuki GSX-R 600. Lauslehto scheiterte mit 1:43.880 Minuten nur knapp an Bühn. Seine persönliche Bestzeit von 1:44.999 Minuten erreichte Christian Stange vom Team HPC-Power Suzuki Racing auf der Suzuki GSX-R 600 in der zweiten Trainings-Session. Die einzige weibliche Starterin im Feld, Sarah Heide (Team Suzuki Laux ADAC Sachsen), platzierte sich mit ihrer Suzuki GSX-R 600 und einer Rundenzeit von 1:45.405 Minuten nur knapp dahinter.

Karthin dominiert die SuperNaked-Klasse
Nachdem sich im Auftakttraining noch Michael Galinski auf der Yamaha MT-09 knapp vor Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki) behaupten konnte, riss der 26-Jährige im Freitagstraining die Spitze an sich. In allen drei Trainings war er auf seiner Suzuki GSR750 Schnellster. Im dritten Training gab Udo Reichmann vom Team Völpker NRT 48 auf der Yamaha MT-09 seinen Einstand in der neu geschaffenen Klasse.

Moto3 mit weiblicher Verstärkung
Das Moto3-Feld dominierte im Freitagstraining Jonas Geitner vom Freudenberg Racing Team auf seiner KTM RC250R. Er lieferte eine Bestzeit von 1:50.020 Minuten und hielt damit den zweiten Moto3 GP-Piloten Sander Kroeze aus den Niederlanden deutlich auf Abstand. In der Wertung der Moto3 Standard konnte sich nach dem Auftakttraining erneut der Berliner Tim Georgi durchsetzen. Er lag rund eine halbe Sekunde vor seinem Verfolger Philipp Freitag. Neu in der Serie sind die Schwedinnen Johanna Innerfors und Anna Adbring (beide KOAN event racing). Teamchef Patrik Bengtsson hat für die beiden Newcomerinnen Katja Poensgen als Riding Coach engagiert. Auf dem Lausitzring kommen die Rennfahrerinnen gut zurecht. „Die Jungs finden die Strecke ja ziemlich hügelig. Aber im Vergleich mit den Rennstrecken in Schweden, ist das hier richtig flach“, sagt Johanna Innerfors. Für das Qualifying am Samstag nehmen sie sich vor, noch näher an die Zeiten der Jungs ranzufahren.

Titelkampf der Sidecars eröffnet
Mit knapp einer Sekunde Differenz konnten sich die amtierenden Champions Sattler/Trautner (Sattler Motorsport) auf der LCR Suzuki an die Spitze des Sidecar-Feldes setzen. „Nach dem heutigen Training sind wir sehr zuversichtlich. Wir haben am Fahrwerk und an der Elektronik gearbeitet, weniger Schweinsbraten gegessen und sind in diesem Jahr so um einiges schneller.“ Dennoch glaubt Sattler, dass „der Kuchen noch nicht gegessen“ sei. Denn ihre ärgsten Konkurrenten des vergangenen Jahres, Kretzer/Lehnertz, wollen den Titel zurück. „Ans Limit gehen wir erst morgen“, bestätigt Jens Lehnertz. „Heute haben wir uns eingefahren und ein paar Spielereien ausprobiert. Unser Ziel ist es, die ganze Arbeit vom Winter auf der Strecke umzusetzen und den Meistertitel zurückzuholen.“ Die drittschnellste Zeit der Klasse verbuchte das Mixed-Duo Mike Roscher mit Co-Pilotin Anna Burkard.

HIER finden Sie den aktuellen Zeitplan vom 1. bis 3. Mai 2015 und weitere Informationen zum Rennen am Lausitzring.

SUPERBIKE*IDM
Lausitzring
01. bis 03. Mai 2015

Kontakt
Judith Beck
Mobil     +49 173 5902618
E-Mail    judith.beck@superbike-idm.de


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