Erlösung beim Titelverteidiger im Sprintrace

Kretzer/Lehnertz

Kretzer/Lehnertz Nürburgring, 28.06.2014

Da geht noch was! André Kretzer und sein Beifahrer Jens Lehnertz (LCR Suzuki) meldeten sich nach der Pleite bei der SUPERBIKE*IDM in Oschersleben nun beim Heimrennen auf dem Nürburgring mit einem Sieg zurück.

In Oschersleben wären André Kretzer und Jens Lehnertz beinahe noch verzweifelt. Im zweiten Rennen hatte sich ein Motorschaden angebahnt. Kretzer gab auf und fuhr in die Box. Nach der Nullrunde hatten die Titelverteidiger auf ihrer Heimstrecke in der Eifel natürlich einiges nachzuholen. Dennoch scheiterte das Duo im Training am derzeitigen Meisterschaftsführenden Kurt Hock und seinem Co-Piloten Enrico Becker.

Im Regenrennen schlugen die Wogen hoch. Null Sicht, die Gischt war unglaublich. Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki) und die Gastfahrer Gürck/Wechselberger (LCR BMW) aus Österreich drehten sich gleich beim Einbiegen in die erste Kurve um die eigene Achse. Aber weil fast alle Teams während des Laufes nicht ganz ungeschoren davon kamen, hatten sich beide Gespanne zum Schluss des Acht-Runden-Sprintrennens wieder nach vorne auf die Plätze drei und vier gearbeitet. Kretzer/Lehnertz hatten am Ende die Nase erstmals in diesem Jahr vorne und besiegten Hock/Becker.

André Kretzer: „Mein Start ging für die verregneten Verhältnisse in Ordnung. Rechts und links sind allerdings Gespanne an mir vorbeigeschossen, dass ich mir schon dachte, dass diese Aktionen nicht gut ausgehen können. So war es auch zum Beispiel bei Sattler, den ich sofort wieder überholt habe. Kurt Hock konnte ich eingangs der Querspange hinter mir lassen. Beim Anbremsen ist er zu weit nach außen gekommen und eine Lücke hat sich aufgetan. Ich bin sofort reingestochen. Es war das Beste, was ich machen konnte. Denn wenn bei so einem Regen ein Team direkt vor dir fährt, hast du überhaupt keine Sicht. Es ist, als ob Dir einer den Wasserschlauch ins Gesicht hält.“

Hock/Becker IDM Sidecar
Kurt Hock: „André Kretzer hat mich eine zeitlang gut verfolgt und keine Fehler gemacht. Er hat die Lücke zum Überholen gesehen und ausgenutzt. Es war völlig okay. Ich wollte bei dem Wetter aber kein Risiko eingehen und habe gar nicht versucht zu kontern.“ 

Das Rennen am morgigen Sonntag, 29. Juni 2014, verspricht Hochspannung. Während Hock/Becker nichts zu verlieren haben und in der Gesamtwertung 34,5 Punkte Vorsprung vor ihren Kontrahenten haben, liegt zwischen den Zweiten Jakob Rutz/Thomas Hofer und den Dritten Kretzer/Lehnertz nur 1,5 Pünktchen.

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