Duell der Titelfavoriten auf dem Gipfel

14 SD 2SSP Stamm7329

14 SD 2SSP Stamm7329 Schleiz, 19.07.2014

Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance) kam, sah und siegte. Nach dem ersten Supersport 600-Lauf auf dem Schleizer Dreieck herrscht nun Punkte-Gleichstand zwischen dem Schweizer und dem Deutschen Marvin Fritz (Yamaha, Bayer-Bikerbox Racing).  

Stamm ließ der Pole Position im Training auch gleich einen Sieg im ersten Rennen am Samstag folgen. Der Schweizer machte sich aus dem Staub und hängte seine Konkurrenten noch in der ersten Runde ab. Nach 16 Umläufen hatte er im Ziel einen Vorsprung von 5,145 Sekunden.

Hinter dem Kawasaki-Piloten ging es munter her. Der Kampf um die weiteren Podiumsplätze wurde erst in der allerletzten Kurve entschieden, als Marvin Fritz den Österreicher Stefan Kerschbaumer (Yamaha, Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) überholte.

Vierter wurde Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team), der sich trotz Hitze der Belastung eines Doppelstarts in der Klasse Supersport 600 und im Yamaha R6-Dunlop-Cup aussetzte. Auch um den fünften Platz gab es ein Gerangel bis zum Schluss, in dem Tatu Lausletho (Team Suzuki Stoneline-Mayer) in der 16. Runde über den Niederländer Pepin Bijsterbosch (Yamaha, Langenscheidt Racing by Fast Bike Service) triumphierte.

Ein Comeback in der Supersport 600-Klasse gab der Einheimische Thomas Walther, wenn auch nur als Gaststarter. Ausbeute des Schleizers: Platz elf auf einer Yamaha R6.

Schon nach einer Runde hatten Christian Stange (HPC-Power Suzuki Racing) und Felix Bauer (Honda Team Moto Bauer) gefehlt. Beide stürzten. Lenno Huthmacher (Team Suzuki Stoneline-Mayer) ging in der sechsten Runde zu Boden.

Roman Stamm: „Das Rennen war nicht besonders hart. Auf dem Pit-Board habe ich gesehen, dass meine Konkurrenten nicht an meine Rundenzeiten herankommen. Zuerst habe ich noch ein bisschen geblufft, als ob ich am Limit bin, dann habe ich das Rennen einfach nur noch genossen.“

Marvin Fritz: „Ich hatte einen sehr schlechten Start, bin über eine Bodenwelle gekommen, wurde nach außen getragen und war mit einem Mal Sechster. Es war schwer, wieder an Trautmann und Kerschbaumer heranzufahren. Ich wusste, dass Schleiz schwer wird für mich. Ich bin das erste Mal mit dem 600er-Motorrad hier. Dafür ist es aber ganz gut gelaufen. In der letzten Kurve wurde es ziemlich eng.“

Stefan Kerschbaumer: „Marvin Fritz war an einigen Stellen verdammt schnell in der letzten Runde. Ich wollte ihn abblocken, aber es hat nicht funktioniert. In der letzten Runde den zweiten Platz zu verlieren, ist aber ziemlich hart.

Related posts