Drei Superbike-Fahrer mit Handicap

An diesem Wochenende gehen auf dem Nürburgring gleich drei Superbike-Fahrer mit Handicap auf den Track.

Vier Kilo Extragewicht muss sich weiterhin Überflieger Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW) draufpacken. Anhaben kann ihm das anscheinend wenig. Bei besten Wetterbedingungen fuhr der Obinger am Freitag mit 1:24.958 Minuten die schnellste Trainingszeit. Doch Reiterberger will sich auf seinen Topergebnissen nicht ausruhen. „Die anderen schlafen nicht. Max Neukirchner wird mit der Yamaha immer schneller und auch Xavi Forés kommt mit der Ducati langsam wieder. Es wird nicht einfach, aber ich denke, dass ich am Sonntag wieder um den Sieg fahren kann“, sagt Reiterberger.

Gehandicapt startete auch Reiterbergers Teamkollege Bastien Mackels ins Wochenende. Der Belgier kehrt auf dem Nürburgring nach einer langwierigen Verletzung an Ellbogen und Hand wieder ins Renngeschehen zurück und ist darüber richtig glücklich. Im Training konnte er mit einer Zeit von 1:26.317 Minuten schon wieder recht gut mit seinen Kontrahenten mithalten. „Ich habe mir das Comeback schlimmer vorgestellt und dachte, dass es wirklich hart wird, aber es ist nur hart. Den Arm im Fitnessstudio zu trainieren hat nicht so gut geklappt, jetzt trainiere ich ihn auf dem Bike“, sagt Mackels strahlend.

Zurückgekehrt ins Superbike-Feld ist nach einem Schien- und Wadenbeinbruch auch Luca Grünwald. Das Nachwuchstalent, das aus der Moto3 kommt und in diesem Jahr zum ersten Mal in der Klasse Superbike startet, verfolgte die vergangenen Rennwochenenden im Livestream und konnte es kaum erwarten, endlich wieder selbst auf dem Bike zu sitzen. In der Box trifft man den 20-Jährigen dann aber wieder mit einem Kühlbeutel auf dem Bein an. „Hundert Prozent fit bin ich noch nicht. Aber ich wollte unbedingt wieder fahren und Kilometer machen. Ich freue mich total auf das Wochenende“, sagt Grünwald.

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