Doppelsieg für Ondrej Jezek

Bei der SUPERBIKE*IDM auf dem Schleizer Dreieck gastierte ein starkes Team: Triple-M by Barni schickte Ondrej Jezek und Marc Moser in die Superstock 1000-Rennen. Zudem trat Motorradsportlegende Ralf Waldmann für das Team in der Klasse SuperNaked an. Jezek und Moser sorgten in dem ohnehin stark besetzten Superstock-Feld für Furore. Moser war Schnellster im freien Training, den besten Ausgangspunkt für die Rennen ergatterte jedoch Jezek, der sich mit dem dritten Startplatz zu Reiterberger und Forés in die erste Reihe gesellte. Jezek übernahm auch direkt die Führung unter den Superstock-Piloten und versuchte, mit dem Spitzenduo der Superbiker mitzuhalten. Deren Tempo konnte er nicht lange gehen, also legte sich der Tscheche postwendend mit Lanzi an. Jezek ging aufs Ganze und musste gleich mehrere angedeutete Highsider ausgleichen. In der zweiten Runde stürzte Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) und musste den Lauf aufgeben. Dahinter kämpften Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Motorex) und Marc Moser um Position zwei. Moser entschied den Zweikampf für sich und setzte sich rasch nach vorne ab. Nun wurde auch Lukas Trautmann (Freudenberg Racing Team) Stamm gefährlich. In der elften Runde schaffte es Trautmann schließlich, an Stamm vorbeizugehen und die Position bis ins Ziel zu halten. Es siegte Jezek vor Moser und Trautmann. Vierter wurde Stamm vor Stefan Kerschbaumer (Leitwolf.cc Racing) und Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing). Mathieu Gines (Langenscheidt Racing by Fast Bike Service), der das Gesamtklassement anführt, hatte auf dem Schleizer Dreieck Schwierigkeiten und landete schlussendlich auf Platz sieben.

Auch im zweiten Lauf übernahm Jezek das Kommando unter den Superstock 1000-Fahrern. Trautmann schoss an seinen Kollegen Stamm, Moser und Vincon vorbei und lag somit an Position zwei. In der vierten Runde ging Fritz an Vincon vorbei auf die fünfte Position. Moser musste drei Runden später aufgrund eines abgebrochenen Schalthebels an die Box und konnte das Rennen nicht wieder aufnehmen. Auch für Lucy Glöckner (Wilbers-BMW-Racing Team) war in Runde sieben Schluss. Zwischen Trautmann und Stamm entbrannte ein Kampf um Position zwei. Vincon hatte nach dem Sturz im ersten Lauf erneut kein Glück, nach elf Laps war das Rennen für ihn aufgrund eines technischen Defekts vorbei. Fritz kam mittlerweile an Stamm ran und lag zwei Runden vor Schluss nur noch 0,345 Sekunden zurück. Kerschbaumer versuchte dahinter, an Fritz dranzubleiben. Schließlich blieb es jedoch bei der Reihenfolge und Jezek holte den zweiten Tagessieg vor Trautmann, Stamm, Fritz, Kerschbaumer, Bijsterbosch (Van Zon-Remeha-BMW) und Gines. Trautmann war jeweils der beste permanente Starter und kassierte somit die volle Punktzahl von 50 Zählern für das Meisterschaftskonto. Stamm rückt mit dem dritten und vierten Platz bis auf einen Punkt an Gines heran.

Ondrej Jezek: „Im ersten Rennen hatte ich Probleme mit dem Grip. Ich hatte zwei oder drei Mal beinahe einen Highsider, das war nicht lustig. Aber der Kampf mit Lanzi hat Spaß gemacht. In Hockenheim bin ich voraussichtlich noch einmal dabei.“

Lukas Trautmann: „Mein Team hat alle meine Wünsche erhört und so hatten wir ein extrem gutes Paket. Dazu kam die Atmosphäre mit den vielen Fans, die mich nochmals motiviert hat. Meine Knochen sind jetzt wieder ganz, das ist ein Vorteil. Jetzt fahren wir nach Assen, wieder auf eine meiner Lieblingsstrecken. Ich will mehr!“

Roman Stamm: „Ich dachte, dass ich noch an Lukas vorbeikommen kann und wollte bis zum Schluss warten. Dann kamen wir uns mit den Superbikern in die Quere und er war weg. Aber das Wichtigste ist, dass ich den Rückstand in der Gesamtwertung auf Mathieu verkürzt habe.“

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