Danny de Boer: «Ich will den Titel»

Vor der SUPERBIKE*IDM Saison 2016 hatte man in der Superstock 1000-Klasse den Niederländer Danny de Boer vom Team SWPN/Stichting Zorgeloos Kind in Sachen Titelgewinn nicht so wirklich auf dem Zettel. Im Jahr 2014 war er mit dem Team Holzhauer Racing Promotion in der Klasse Superbike neben Michi Ranseder noch recht unauffällig gewesen. Im Vorjahr dann gemeinsam mit Yamaha Niederlande der Umstieg in die Superstock 1000-Klasse. Mit einem soliden sechsten Platz schloss er die Saison 2015 ab.

 

Inzwischen hat sich der 26-jährige Niederländer zu einem ernst zu nehmenden Titelkandidaten entwickelt, der auf Platz 2 der Meisterschaft liegt. Gerade mal einen Punkt hinter dem derzeit Führenden Luca Grünwald. «Nach drei Niederländischen Superbike-Meistertiteln», erklärt de Boer, «war ich jetzt zwei Jahre in der SUPERBIKE*IDM unterwegs, wo das Niveau doch ein Stück höher ist mit den ganzen Fahrern aus Frankreich, Italien und sogar aus Australien. Ich habe viel dabei gelernt.» Das Gelernte setzt er auf der Strecke inzwischen perfekt um.
Vor den anstehenden Rennen der SUPERBIKE*IDM im belgischen Zolder beantwortet Danny de Boer noch zehn Fragen, wo er unter anderem verrät, wo der Weg für ihn hingehen soll.

 

1. Yamaha YZF-R1M: Das Bike ist für den Rennsport gemacht. Ich war auch schon ein paar Mal mit der Straßen-Version unterwegs und es war toll. Yamaha hat wirklich einen guten Job gemacht.

2. Luca Grünwald: Er ist ganz schön schnell dieses Jahr. Es wäre super, wenn er auch die restlichen Rennen der Saison mitfahren könnte. Im Moment ist er noch Erster in der Superstock 1000-Wertung. Aber mein klares Ziel ist es, in Zolder die Führung in der Meisterschaft zu übernehmen.

3. Assen: Ich fiebere meinem Heim-Rennen wirklich entgegen. Ich erwarte vor Ort eine Menge Freunde, meine Familie und meine Sponsoren. Das gibt mir nochmals einen Extra-Schub Motivation. Ich hoffe, wir können den Fans auf den Ränge spektakuläre Rennen zeigen.

4. SUPERBIKE*IDM Titel: Das ist unser Ziel. Als Team arbeiten wir wirklich hart daran, jedes Rennwochenende so gut wie möglich hinzukriegen. Es wäre großartig, wenn wir dieses Jahr den Titel holen könnten. Denn jeder im Team steckt soviel Energie und Zeit in den ganzen Rennsport. Es wäre super, wenn sich das auszahlen würde.

5. Superbike-Weltmeisterschaft: Das ist ein Traum. Ich habe schon öfters mit meinem Manager Laurens Klein Koerkamp darüber geredet. Wir hatten sogar die Möglichkeit, nach meinem FIM-Superstock-Rennen in Donington Park für das offizielle Pata Yamaha Team, in die WM einzusteigen. Aber wir haben abgelehnt. Denn wenn man in die Superbike-WM einsteigt, muss man das mit einem guten Team machen. Und das Angebot kam leider von keinem guten. Ausserdem denke ich, dass ich zurzeit noch nicht auf dem Level für die WM bin. Klar, zurzeit bin ich schnell. Aber für den WM-Einstieg muss ich noch einen Schritt machen, um wettbewerbsfähig zu sein.

6. Zukunft: Als erstes will ich den Superstock 1000 Titel holen. Aber für nächstes Jahr denken wir über die FIM Superstock 1000, die Langstrecken-WM und die SUPERBIKE*IDM nach.

7. Fussball-EM: Die verfolge ich nicht.

8. Happy Smile: Diese Stiftung vollbringt wirklich gute Dinge. Ich verfolge das regelmäßig. Großen Respekt an die Jungs, die dahinter stehen.

9. Superstock 1000: Eine gute Klasse. Es wäre meiner Meinung nach gut, wenn im nächsten Jahr alle auf Superstock-Motorräder unterwegs wäre und nicht länger ein paar auf Superbikes.

10. Drei Wünsche: Gesund bleiben, den Titel holen und für nächstes Jahr einen guten Schwung haben.

 

 

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