Daniela Weingartner: Superstock 600 Abenteuer kann beginnen

Mit der Münchnerin Daniela Weingartner taucht eine neue Pilotin in der SUPERBIKE*IDM auf. Mit ihrer Yamaha R6 wird sie in der Superstock 600-Klasse Sarah Heide (Suzuki) Gesellschaft leisten, die sich bisher als eine der wenigen Frauen im Motorsport etablieren konnte. Während Heide nach einigen Jahren in der 600er-Klasse schon einiges an Erfahrungen aufweisen kann, wird Daniel Weingartner mit der Einschreibung für die komplette Saison 2016 Neuland betreten. Denn bisher hat sie lediglich einen Gaststart beim Saisonfinale 2015 auf dem Hockenheimring auf dem Zettel stehen. Die restlichen Strecken im Kalender muss die studierte Wirtschafts-Informatikerin erst noch kennenlernen.

Weingartner kommt bisher ohne Team und sogar ohne Mechaniker aus. Bis zum SUPERBIKE*IDM-Einstieg stemmte sie ihre Einsätze im Alpe Adria Cup und in der IOEM stets alleine und übernahm dabei alle Arbeiten auf und neben der Strecke selbst. Auch vor der Technik schreckt sie nicht zurück und agiert souverän mit allem, was ihre Yamaha zu bieten hat.

Bevor Daniela Weingartner in das Superstock 600-Abenteuer startet, stellt sie sich noch der SUPERBIKE*IDM-Schnellfrage-Runde.

1. Superstock 600
Ich schwanke seit meinem Entschluss zwischen „Oh mein Gott, was hast du getan, du kannst dort doch niemals mitfahren“ und „Ach…. egal! Das wird schon werden!“ Verzweiflung und Zuversicht, doch letztendlich überwiegen mein Wille und meine positive Einstellung.

2. Blondinenwitze
Ich nehme mich selbst nicht so ernst, so dass ich auch aufgrund eines Witzes auf meine Kosten trotzdem lachen kann. Ich weiß schließlich, wozu ich alles im Stande bin und was ich bereits geleistet habe, weswegen mich solch ein harmloser Scherz nicht beeinflusst.

3. Yamaha YZF-R6
Was die Ingenieure in Japan mit diesem kleinen Supersportler geleistet haben, fasziniert und beeindruckt mich auch heute noch in gleichem Maße.

4. Lieblingsstrecke
Mugello. Ich liebe diesen flüssigen Kurs mit italienischem Flair und der besten Pizza, die ich bisher gegessen habe. Vielleicht lerne ich in der SUPERBIKE*IDM bald eine neue Lieblingsstrecke kennen. Auf Schleiz und Nürburgring freue ich mich besonders.

5. High Heels
Für mich ist es wichtig, beide Seiten in meinem Leben zu haben. Sich einerseits die Hände schmutzig machen zu wollen und sich andererseits auch in High Heels zeigen zu können. Das Leben besteht aus vielen Facetten.

6. Herausforderung
Mein Motto von dem von mir viel verehrten Schriftsteller Hermann Hesse „Versuche stets das Unmögliche, um das meist Mögliche zu erreichen“ trifft es ganz genau. Es ist wichtig, sich Herausforderungen zu stellen, um daran persönlich wachsen zu können.

7. Konkurrenz
Vor allem sehe ich meine Konkurrenz nicht als Konkurrenz. Die Fahrer in der Superstock 600 sind für mich vor allem Leute, von denen ich viel lernen kann. Ich hoffe, wir gehen alle fair miteinander um und am Ende des Rennens können wir sagen, dass wir viel Spaß miteinander hatten.

8. Top Ten
Da ich ein Fahrer mit konstanter Leistung bin, selten stürze und ich mich stetig verbessern werde, denke ich, dass dies ein realistisches Ziel ist. Viel wichtiger als das Endresultat sind für mich als Privatfahrer allerdings andere Dinge. Wir werden sehen, wie weit ich komme. Ich bin zuversichtlich.

9. Testfahrten
Nach einem halben Jahr Winterpause stehen für mich vor dem ersten Lauf noch einige Aufgaben auf dem Programm: Fahrwerkseinstellungen, Motor-Setting, Geometrie, etc. Aber vor allem muss ich möglichst schnell den Winterrost abschütteln und schnell wieder ins Renngeschehen finden.

10. Drei Wünsche
Keine Verletzungen, tolle Menschen kennenlernen und eine unglaublich aufregende Zeit in der SUPERBIKE*IDM erleben.

Related posts