Angriff auf den Platz an der Sonne

news 2013-06-06 Startnummer 9

Nach zwei SUPERBIKE*IDM-Veranstaltungen und damit vier Läufen in der Superbike führen zwei BMW-Piloten die Gesamtwertung in Deutschlands höchster Motorradklasse an: Damian Cudlin (RAC Racing Team) und Markus Reiterberger (Van Zon Remeha BMW). Der erst 19-jährige Rookie „Reiti“ feierte zuletzt bin Zolder seinen ersten Sieg. Mit nur einem Punkt Rückstand auf den Bayern steht der Australier Gareth Jones (Yamaha Motor Deutschland by Monster Energy) auf der dritten Position im Gesamtklassement. Ihm folgen mit Titelverteidiger Erwan Nigon und Kevin Valk zwei weitere BMW-Fahrer. Schnellster Honda-Pilot ist Freddy Foray auf dem sechsten Rang. Für Suzuki ist derzeit Roland Resch am erfolgreichsten unterwegs. Der Österreicher schließt den Kreis der Top Ten.

Tabellenführer Damian Cudlin wurde bereits vor der Saison als ein Titelfavorit gehandelt, ebenso wie Erwan Nigon. Doch auch für Matej Smrz (Yamaha) und Michael Ranseder vom Team Honda Holzhauer Racing Promotion ist der Titelkampf längst nicht gegessen. Ranseder ging in bisher zwei Rennen punktelos aus, Smrz sogar in drei. Dennoch bleibt Ranseder auf dem Standpunkt: „Das ist nicht tragisch, es kommen noch zwölf Rennen, in denen sich das Blatt völlig wenden kann.“ Der Kurs in Oschersleben kommt dem Baumschulen-Chef aus Österreich dabei sehr gelegen. „Ich glaube, für die Honda ist das eine sehr gute Strecke, weil sie nicht so breit ist.“ Während sich sein Teamkollege Freddy Foray in den kommenden Tagen erst einmal mit der für ihn unbekannten Piste vertraut machen soll, steht Ranseder eine Menge Arbeit bevor: „Wir müssen noch einiges testen, vor allem mit der Hinterradbremse, die bei kühleren Temperaturen noch nicht optimal funktioniert.“ Für den Tschechen Matej Smrz ist die Rennstrecke in Oschersleben ein gutes Omen. Er gewann im Vorjahr auf der Yamaha R1 einen Lauf.

Einen Platz an der Sonne sucht jedoch auch noch ein BMW-Team. Wilbers BMW Racing hat nämlich nicht die S 1000 RR im Fuhrpark, sondern die neue HP4. Von der direkt an die Entwicklungsabteilung des Werkes in München angekoppelten Crew wird viel erwartet. Im Moment liegt ihr mit Vorschusslorbeeren versehenes Aushängeschild Stefan Nebel auf dem siebten Platz in der Superbike-Klasse. Doch der 32-Jährige will Rennen gewinnen. „Ja, wir hatten bisher Sensorprobleme und Dinge auf dem Tisch, die einfach vorhanden sind, wenn man ein neues Motorrad entwickelt. Dass meine Teamkollegin Lucy Glöckner zwischendurch schnellere Zeiten vorgelegt hat, ärgert mich nicht“, sagt der zweifache Deutsche Superbike-Meister und lacht: „Noch war sie im Ziel nicht vor mir und ich behalte sie im Auge. Und siegen will ich mit der HP4 immer noch. Logisch, sonst würde ich gar nicht erst in der Meisterschaft antreten.“

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