10 Antworten – mit Kurt Hock

IDM Sidecar-Gespann Hock und BeckerKlettwitz, 04.06.2014

In der IDM Sidecar gehören Kurt Hock und sein Beifahrer Enrico Becker seit Jahren zu den Top-Teams. Meistens sind die beiden mit ihrem LCR-Gespann in Richtung Podium unterwegs. Was in der Sammlung noch fehlt, ist ein Titel. Kurz vor Saisonbeginn haben sich Hock/Becker kurz entschlossen zur IDM Sidecar eingeschrieben und pendeln nun zwischen IDM, Seitenwagen-Weltmeisterschaft und ihrem normalen Job hin und her.

Für die SUPERBIKE*IDM stellte sich Kurt Hock der Schnell-Frage-Runde und gibt zehn aufschlussreiche Antworten.

Der IDM Sidecar-Titel:
Den hätten wir gerne Mal. Ich fahre seit 35 Jahren und ich war schon sechs Mal Vize, oder was weiss ich. Aber heute nervt es mich nicht mehr so wie früher. Klar hätten wir den Titel gerne. Aber die Welt geht auch nicht unter, wenn nicht.

IGG:
Die Interessengemeinschaft Gespannrennen ist absolut notwenig. Das sollte es für jede Klasse in der IDM geben. Der IDM-Promoter oder der Veranstalter kann nicht mit jedem einzelnen Teilnehmer reden. Durch die IGG werden unsere Interessen vertreten. Es gibt fünf gleichberechtigte Vorstandsmitglieder. Dieter Eiler ist unser Sprachrohr.

Enrico Becker:
Best Man. Das ist in diesem Jahr unsere elfte gemeinsame Saison. Ich fahre jetzt seit 32 Jahren selber und das ist erst mein zweiter Beifahrer. Angefangen habe ich mit meinem Bruder. Dann war Rainer Kasel zehn Jahre mein Beifahrer und jetzt Enrico. Es kann passieren, dass ich mit dem in Rente gehe. Aber er ist ja der ewige Student. Ende des Jahres hat er Prüfungen und dann wird man je nach Job sehen, wie es zeitlich bei ihm passt.

Zolder:
Das war eine schöne Veranstaltung und die Strecke gefällt mir gut. Das Ergebnis hat uns natürlich nicht so gefreut. Aber von einem Jörg Steinhausen rasiert zu werden ist ja keine Schande. Der Kretzer hätte zum Schluss nicht mehr sein müssen. Aber das stellen wir bei nächster Gelegenheit wieder richtig.

Oschersleben:
Da freu ich mich drauf. Wir haben dort zwei Rennen und es ist eine Fahrerstrecke.  Immer wenn es auf eine Fahrerstrecke geht, freue ich mich.

Seitenwagen-Weltmeisterschaft:
Das gönne ich mir. Wir fahren nicht dahin mit dem Gedanken, Weltmeister zu werden. Wir wollen das Bestmögliche rausholen und sind mit dem Ergebnis zufrieden. Es sind 12 Teams fest eingeschrieben. Aber es sind immer viele Gastfahrer dabei. Die Beteiligung ist okay. Aber gegen die grossen Teams können wir mit unserem Budget eh nicht anstinken.

Jörg Steinhausen:
Das ist ein guter Mann, keine Frage. Dem geht’s ähnlich wie mir, der fährt seit Jahren dem Titel hinterher, allerdings in der WM. Ich glaube, das stresst ihn. Vielleicht würde es ihm was bringen, wenn er bei dem Thema ausgeglichener wäre. Donington war für uns Ausländer schwer. Das Training im Regen und das Rennen im Trockenen.

Alter:
Das ist für mich kein Thema, war es noch nie. Mit meinen 53 Jahren bin ich eben der erfahrenste Pilot. Natürlich merke ich, dass ich keine 20 mehr bin. Aber wir fahren ja auch nicht gegen 20-Jährige. Die körperliche Fitness war noch nie ein Problem für mich. Durch meinen Beruf habe ich das Glück, körperlich ausgelastet zu sein.

Zukunft:
Da mach ich mir keine Gedanken drüber. Ich nehme es, wie es kommt.

Drei Wünsche:
Also zuerst wünsche ich mir Gesundheit. Für und dann für meine Familie. Als Drittes fände ich ein paar Jahre als Seitenwagen-Profi schön. 

Related posts